Eröffnung Maria Jarema

Wann:
Mo, 26. Oktober 2026, 19–22 Uhr

Kostenlos

Sonstiges:

Es wird simultan in Deutsche Gebärdensprache übersetzt.
Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Maria Jarema, Chwyt (Griff), 1951, Nationalmuseum in Warschau (Muzeum Narodowe w Warszawie). © Rechtsnachfolge der Künstlerin
Maria Jarema, Chwyt (Griff), 1951, Nationalmuseum in Warschau (Muzeum Narodowe w Warszawie). © Rechtsnachfolge der Künstlerin

Wann:
Mo., 26. Oktober 2026, 19–22 Uhr

Kostenlos

Sonstiges:

Es wird simultan in Deutsche Gebärdensprache übersetzt.
Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Am Montag, 26. Oktober ab 19 Uhr findet die Eröffnung der Ausstellung "Maria Jarema" statt. Das Lenbachhaus lädt Sie und Ihre Freund*innen herzlich dazu ein.

Maria Jarema (1908–1958), die "revolutionäre Kommissarin der Abstraktion", konnte vieles. Sie war Bildhauerin und Malerin, sie experimentierte mit Drucktechniken, entwarf Kostüme und Bühnenbilder für Tanz und Theater, war Schauspielerin. Sie gehörte der ersten Krakauer Gruppe (Grupa Krakowska) an, die linkspolitische Studierende an der dortigen Kunstakademie gegründet hatten, sie verfasste kunsttheoretische Texte, intervenierte im polnischen Parlament für das Recht von Frauen auf gesellschaftliche Selbstbestimmung und verfasste Manifeste gegen die Klassengesellschaft. 

Mit ihrem Bruder dem Künstler Józef Jarema war sie aktiv in der experimentellen Theatergruppe "Cricot", und begründete in den fünfziger Jahren die Nachfolgegruppe "Cricot 2" mit Künstlerfreund Tadeusz Kantor (von ihm stammt die Beschreibung Jaremas als "Kommissarin der Abstraktion"). Aus ihrer Erfahrung im Theater rührte Jaremas Interesse, Rhythmus und Bewegung, Tanz und körperlichen Ausdruck in Form von Skulptur und Bild zu fassen. Dass sie eine abstrakte Denkerin war, klingt auch in vielen ihrer Werktitel an: ganze Serien heißen "Rhythmus", "Ausdruck", "Durchdringung", oder "Filter". 

Kraków in Polen war ihr Lebensmittelpunkt, während längerer Aufenthalte in Paris kam sie in Berührung mit dem Surrealismus, in dem sie ihre eigene Haltung wiedererkannte: Die Kunst war für Jarema kein politisches Mittel, sondern eine revolutionäre Praxis, die das Denken verändern und Gesellschaft verbessern konnte. 

Mit Reden von
Mona Fuchs, Zweite Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München
Matthias Mühling, Direktor des Lenbachhauses
Stephanie Weber, Kuratorin der Ausstellung

Im Rahmen der Ausstellung

Maria Jarema

Maria Jarema