Förderverein

Kultur in all ihren Ausformungen ist ein bedeutender Bestandteil unserer Gesellschaft. Beider Entwicklung geht Hand in Hand. Kulturförderung ist heute nicht nur Aufgabe von Ländern und Kommunen, denen die kulturelle Verpflichtung immer schwerer fällt, da sie ihre Etats oft zugunsten anderer Haushaltsschwerpunkte umschichten müssen. Hier ist auch die Wirtschaft gefordert, um der Kultur ihre Chancen zu erhalten.

Die Deutsche Bank München hat 1992 zu ihrem 100-jährigen Bestehen eine mit 750.000 DM dotierte "Jubiläumsstiftung der Deutschen Bank zugunsten des Lenbachhauses" ins Leben gerufen. Ein Jahr später gründete sich unter maßgeblicher Initiative von Dr. Soltmann, damals Präsident der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, Dr. Reinhard Wieczorek, Referent für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München und Dr. Michael Endres, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bank, der "Förderverein Lenbachhaus e.V.". Die Initiatoren sehen darin eine Chance für die engagierte Identifikation Münchner Wirtschaftsunternehmen - aber auch Privatpersonen - mit einem städtischen Kulturinstitut.

Ziele und Aufgaben von Stiftung und Förderverein sind die Verbesserung der Präsentationsmöglichkeiten und die finanzielle Unterstützung bei der Erweiterung des Sammlungsbestandes der Städtischen Galerie im Lenbachhaus. Der Förderverein will Zuschüsse zur Durchführung von Ausstellungen und zur Herausgabe von Publikationen gewähren. Selbstverständlich verfolgt der Förderverein ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Alle Spenden sind deshalb steuerabzugsfähig.

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Der Förderverein und seine Sammlung

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Wichtige Beiträge zur Sammlung des Hauses stammen vom Förderverein des Lenbachhauses, der sich neben vielen anderen Fördermaßnahmen auch um die finanzielle Unterstützung bei der Erweiterung des Sammlungsbestandes bemüht. Der Förderverein Lenbachhaus e.V. wurde 1993 im Anschluss an die 1992 ins Leben gerufene "Jubiläumsstiftung der Deutsche Bank AG" zugunsten des Lenbachhauses gegründet. Ausgangspunkt war die Identifikation von Münchner Bürger_innen und Wirtschaftsunternehmen mit der Städtischen Galerie im Lenbachhaus. Aufgaben von Stiftung und Förderverein sind die Verbesserung der Präsentationsmöglichkeiten sowie die finanzielle Unterstützung bei der Erweiterung des Sammlungsbestands. Sie engagierten sich insbesondere für die innovative Lichtgestaltung mit LED-Technik im neuen Lenbachhaus.

Die Sammlung des Fördervereins, die als Dauerleihgabe das Lenbachhaus bereichert, hat einen Schwerpunkt in der internationalen Gegenwartskunst und bei künstlerischen Arbeiten, die sich dem Thema Licht widmen. Außerdem gibt der Förderverein Zuschüsse zur Durchführung von Ausstellungen und zur Herausgabe von Publikationen. Hervorzuheben ist schließlich das Engagement einzelner Mitglieder des Vereins im Bereich der Förderung von Kindern. So wird es Schulklassen durch die Übernahme der Kosten für Sonderöffnungen ermöglicht, vor den regulären Öffnungszeiten das Lenbachhaus zu besuchen. Außerdem können speziell auf Kinder zugeschnittene Vermittlungsprogramme angeboten werden.

Ankäufe und Dauerleihgaben

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Ankäufe des Fördervereins und Dauerleihgaben an das Lenbachhaus:

  • Neon-Installation "Untitled (for Virginia Dwan)", 1971 von Dan Flavin (1933–96)
  • Neonskulptur "Cubo di luce", 1959 von Lucio Fontana, (1899–1968)
  • Licht-Installation "Time Go Round", 1996 von Tatsuo Miyajima, (geb. 1957)
  • Bemalte Gipsfigur "Halbfigur", 1982 von John Ahearn, (geb. 1954)
  • Zeichnung (Ruß auf vorgrundierter Leinwand) "Dominospieler", 1991 von Jiri Georg Dokoupil, (geb. 1954)
  • Installation mit 108 zerbrochenen farbigen Glasflaschen "Alles Flaschen", 1992/2000 von Olaf Metzel, (geb. 1952)
  • Lichtinstallation "Untitled", 1968 von Keith Sonnier, (geb. 1941)
  • Installation "Aprèslude", 2001 von Alexandra Ranner, (geb. 1967)
  • Installation "Ventilator", 2000 von Alexandra Ranner, (geb. 1967)
  • Raumskulptur "Das Labyrinth in meinem Kopf...", 2001 von Stephan Huber, (geb. 1952)
  • Glasinstallation "4 stehende Scheiben", 2002 von Gerhard Richter, (geb. 1932)
  • C- Print "Kabine", 2002 von Thomas Demand, (geb. 1964)
  • Cibachrom "Rede", 1988 von Dietmar Tanterl, (geb. 1952)
  • Gemälde "E 54", 1948 von Rupprecht Geiger, (1908–2009)
  • Skulptur "Das Schweigen", Fünf Filmspulen nach dem gleichnamigen Film von Ingmar Bergmann, 1973 von Joseph Beuys (1921–1986)
  • Italienischer Kronleuchter aus Muranoglas ´La Monnaie Vivante` by Pierre Klossowski (1970), 2006 von Cerith Wyn Evans, (geb. 1958)
  • Große Raumplastik Gelb – Weiß – Schwarz, 1956 (½ Anteil) von Norbert Kricke (1922–84)
  • es geht nicht um dich, 2008 von Seb Koberstädt, (geb. 1977)
  • 1 Prototyp-M1 der LED-Leuchte (für die Entwicklung einer LED Beleuchtung im wiedereröffneten Lenbachhaus), LED-Leuchte und 1:4 Modell einer Raumachse, 2010 von Dietmar Tanterl, (geb. 1956)

Schenkungen von Mitgliedern an den Verein und Dauerleihgaben an das Lenbachhaus:

  • 2 Fotoserien von Christopher Williams, (geb. 1956)
  • 1 Fotoarbeit "Gelbe Tulpen", 1998 von Michael Wesely, (geb. 1963)
  • Gemälde "Nachtlandschaft", 1972 von Helmut Pfeuffer, (geb. 1933)
  • Gemälde "Landschaft mit aufbrechender Wolke", 1976 von Helmut Pfeuffer, (geb. 1933)
  • Siebdruck mit 5 Farbplatten "Joseph Beuys in Memoriam", 1986 von Andy Warhol (1928–87)
  • Gemälde "Hinundherbert nimmt der Frauenkirche eine Narrenscheibe und verschwindet im Firmament", 1991 von Herbert Achternbusch, (geb. 1938)
  • Fotografie "Battersea Power Station, XXV: July 29, 2004", 2004 von Vera Lutter, (geb. 1960)

Zuschuss an das Lenbachhaus zum Ankauf von Kunstwerken:

  • Werkzyklus "ATLAS" von Gerhard Richter, (geb. 1932)
  • Skulptur "o.T.", 1991 von Nikolaus Gerhart, (geb. 1944)
  • Installation "vor dem Aufbruch aus Lager I", 1970/80 von Joseph Beuys (1921–1986)

Finanzielle Beteiligung an Gesamtsanierung und Teilneubau

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Nach der großen Kandinsky Retrospektive schloss die Städtische Galerie im Lenbachhaus im März 2009 für die Sanierung der ehemaligen Villa des Künstlerfürsten Franz von Lenbach für vier Jahre ihre Tore. Die Wiedereröffnung des Hauses fand am 8. Mai 2013 statt.

Die dringend notwendige Gesamtsanierung des Gebäudes brachte das Museum auf modernsten Standard, so dass es den internationalen Anforderungen des Ausstellungsbetriebs gerecht wird, ohne seinen besonderen Charme einzubüßen.
Das international renommierte Architekturbüro Foster and Partners, das u.a. durch die spektakuläre Kuppel auf dem Berliner Reichstag bekannt ist, hat die Pläne für die Gesamtsanierung erstellt. Der Stadtrat der Landeshauptstadt München erteilte die Projektgenehmigung mit einem Kostenumfang von 56 Mio Euro.
Der Vorstand des Fördervereins Lenbachhaus e.V. hatte mit Schreiben vom 07.11.2006 anlässlich der Genehmigung des Projektauftrages durch die Vollversammlung des Stadtrates am 5.10.2006 Herrn Oberbürgermeister mit Schreiben vom 9.11.2006 eine Unterstützung in Höhe von 2,5 Mio Euro zugesichert. Durch private Zuwendungen von zehn Mitgliedern des Vereins und zwei Freunden des Lenbachhauses konnte diese Summe bereits im Dezember 2007 erreicht werden. Dies zeigt das große private Engagement Münchner Bürgerinnen und Bürger, die sich verantwortlich fühlen für die Kunst und Kultur in ihrer Stadt.

Im Einzelnen wird der Förderbeitrag für die Teilfinanzierung der neuen, wegweisenden Ausstellungsbeleuchtung mit LED und für die Kunstwerke von Olafur Eliasson und Thomas Demand verwendet. Zwischenzeitlich sind weitere Spenden eingegangen, die in die Optimierung der Einrichtung und Ausstattung der Ausstellungsräume einfließen.

Die gebührende öffentliche Würdigung dieses Engagements nahm Herr Oberbürgermeister Christian Ude persönlich vor.

Zuschuss an das Lenbachhaus für Renovierungsmaßnahmen:

  • Restaurierung und Wiederherstellung der Originalfarbgestaltung des Balkongitters (1997) und des Eingangsgitters (1998) am Hauptgebäude
  • 8 Sitzbänke aus Muschelkalk für die historische Gartenanlage (Sitzgruppe um mittleren Brunnen)
  • Erstattung der Personalkosten an die Städtische Galerie für Bewachung der Sonderöffnung für Schulklassen bereits ab 9:00 Uhr jeweils am Mittwoch, Donnerstag und Freitag seit 01.09.2001
  • Ankauf durch die "Jubiläumsstiftung der Deutschen Bank AG zugunsten des Lenbachhauses" als Mitglied im Förderverein:
  • Skulptur "o.T.", 1987 von Ulrich Rückriem, (geb. 1938)
  • Skulptur "Rosebud", 1991 von Raimund Kummer, (geb. 1954)
  • Skulptur "empire vampire V", 2003 von Isa Genzken, (geb. 1948)
  • Brunnen für den Museumsplatz "Raum in Bewegung / Bewegung im Raum", 2002 von Jeppe Hein, (geb. 1974)

Zuschuss für Sonderöffnungen und Kunstvermittlung:

  • Erstattung der Personalkosten an die Städtische Galerie für Bewachung der Sonderöffnung für Schulklassen bereits ab 9:00 Uhr jeweils am Mittwoch, Donnerstag und Freitag seit 01.09.2001
  • Kunstvermittlung für Kinder in den Ausstellungen Erwin Wurm, Maria Lassnig, Gabriel von Max, Piet Mondrian, Egon Schiele, Marcel Duchamp und „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“

Vorteile für Mitglieder

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  • Freier Eintritt zu den ständigen Sammlungen im Lenbachhaus
  • Freier Eintritt zu allen Sonderausstellungen im Lenbachhaus und Kunstbau
  • Einladungen zu den Ausstellungseröffnungen
  • Organisierte Kunstreisen: 1994 Barcelona, 1995 Madrid, 1996 London, 1997 Rom, 1998 New York, 1999 Neapel, 2000 Prag, 2001 Turin, 2002 Istanbul, 2003 Palermo, 2004 Lissabon, 2005 Stuttgart / Baden-Baden, 2006 Genua / Florenz, 2008 Flandern, 2009 Paris / Baden-Baden / New York, 2010 Den Haag, 2011 Moskau, 2012 Italien, 2014 Italien / Südtirol, 2015 Baden-Baden, 2016 Florenz, 2017 Athen, 2018 Kopenhagen, 2019 Venedig
  • Einladungen zu besonderen Veranstaltungen und Festlichkeiten (Previews, Atelierbesuche bei Münchner Künstler_innen, Sommerfest, Führungen, Konzerte usw.)
  • Ermäßigter Bezug von Künstlereditionen (z.B. Rotbuch von Rupprecht Geiger)

Mitglied werden

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Jahresbeitrag (im Eintrittsjahr anteilsmäßig nach Monaten):

  • Einzelmitgliedschaft (Jugendtarif bis 25 Jahre) Jahresbeitrag € 100
  • Einzelmitgliedschaft (Juniorentarif bis 35 Jahre) Jahresbeitrag € 150
  • Einzelmitgliedschaft (Juniorentarif II 36 bis 40 Jahre) Jahresbeitrag € 250
  • Einzelmitgliedschaft (über 40 Jahre) Jahreszuwendung € 500
  • Partnermitgliedschaft Jahreszuwendung € 750
    im Eintrittsjahr anteilsmäßig nach Monaten
  • Firmenmitgliedschaft Jahresbeitrag € 1.250
    sowie einmalig Beitrittsbeitrag € 2.550

Informationen und Anträge:

Zuwendungsbescheinigungen:

Der Förderverein Lenbachhaus e.V. fördert folgende gemeinnützige Zwecke: Kunst und Kultur (§ 52 Abs. 2 Satz 1 Nr.(n) 5 AO). Gemäß des aktuellen Freistellungsbescheids des Finanzamtes München für Körperschaften ist der Förderverein Lenbachhaus e.V. berechtigt:

  • für Spenden, die ihm für o.a. Zwecke zugewendet werden, Zuwendungsbestätigungen nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck (§ 50 Abs. 1 EStDV) auszustellen.
  • für Mitgliedsbeiträge Zuwendungsbestätigungen nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck (§ 50 Abs. 1 EStDV) auszustellen.

Somit können Spenden und Mitgliedsbeiträge an den Förderverein von der Steuer abgesetzt werden. Bis 200 € können diese nach § 50 Abs. 2 EStDV ohne amtliche Spendenquittung (Zuwendungsbestätigung) beim Finanzamt eingereicht werden. Dazu reicht ein Kontoauszug als Zahlungsbeleg und ein vereinfachter Spendennachweis, den Sie hier herunterladen und ausdrucken können.

Kontakt

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Förderverein Lenbachhaus e.V.
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau
Luisenstr. 33
80333 München

Vorstand
Vorsitzender Alexander Mettenheimer
Stellv. Vorsitzender Dr. Ulrich Schürenkrämer
Schatzmeisterin Andrea Schlote
Schriftführer Prof. Dr. Klaus Sachs
Dr. Alexandra Gräfin von Arnim
Urso Hirschberg
Dr. Matthias Mühling
Walter Storms
Lucia Titgemeyer-Heck
Dr. Petra Wibbe
Eva Tillig

Geschäftsstelle
Kurt Laube, Leitung
Helga Schreiner, Assistenz
T +49 89 233 320 80
F +49 89 233 320 03
emailfv-lenbachhauscom

Wirtschaftsprüfer*in
Dr. Isabelle Liegl
Thomas Carl Mösch

Eva Tillig, Betreuung der Jungen Freunde
jungefreundefv-lenbachhauscom

Datenschutzerklärung des Förderverein Lenbachhaus e.V.

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