Helga Paris, Aus: Berliner Kneipen, 1974

Aus: Berliner Kneipen von Helga Paris

© Helga Paris
Datierung
1974
Objektart
Fotografie
Material
Schwarz-Weiß-Fotografie: Barytabzug
Signatur / Beschriftung
unbezeichnet
Ausgestellt
Nein
Inventarnummer
FH 464/2017-32
Zugang
Leihnahme 2018
Creditline
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Sammlung KiCo
Zitiervorschlag / Permalink
Helga Paris, Aus: Berliner Kneipen, 1974, Schwarz-Weiß-Fotografie: Barytabzug, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Sammlung KiCo, © Helga Paris
https://www.lenbachhaus.de/entdecken/sammlung-online/detail/aus-berliner-kneipen-30036294
  • Kunst nach 1945
  • Mann
  • Frau
  • Innenraum
  • Schwarz-Weiß
  • Berlin

Werktext

Helga Paris begann in den 1960er Jahren zu fotografieren. Als Motive dienten ihr häufig Freunde und Verwandte, aber auch Personen, die ihr zufällig auf der Straße begegneten. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Aufnahmen von Straßen, Häusern und Kneipen in Ost-Berlin. Die in Prenzlauer Berg und Berlin-Mitte entstandenen Fotografien erzählen vom Alltag in der Hauptstadt der DDR und führen uns die rasante Veränderung dieser Stadtteile seit der Wende deutlich vor Augen.
Auf feinsinnige Weise bricht die Künstlerin den dokumentarischen Charakter ihrer Fotografien auf: Beinahe genau in der geometrischen Mitte ihrer nüchternen Aufnahme der Berliner Winsstraße fliegt eine Taube und verleiht der Szenerie emotionalen Gehalt. Auch in ihren Porträts von Menschen kommt ein gefühlvoller, fast zärtlicher Blick zum Ausdruck. Die Aufnahmen bekunden einen intimen Moment zwischen der Fotografin und den dargestellten Personen – selbst wenn es sich nur um Zufallsbekanntschaften handelt. Helga Paris dient Fotografie als Mittel, um tief in das Seelenleben der Porträtierten zu blicken: "Ich habe die Menschen angesprochen, drei Bilder gemacht und fertig. Die haben mich vergessen, aber ich nehme sie mit wie Verwandte."

Werkbeschriftung in der Ausstellung I'm a Believer. Pop Art und Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus und der KiCo Stiftung, 2018

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