Lesung und Q&A mit Liz Rosenfeld Crossings: Creative Ecologies of Cruising

Von João Florêncio und Liz Rosenfeld

Wann:
Fr., 17. Juli 2026, 18–19 Uhr

Kostenlos

Dauer:
ca. 1 Stunde

Treffpunkt:
Lenbachhaus-Garten (bei schlechtem Wetter im Foyer)

Sonstiges:

Kostenlos, keine Anmeldung erforderlich.
Die Lesung findet auf Englisch statt und enthält sexuell explizite Sprache.

Bildcredit: Liz Rosenfeld
Bildcredit: Liz Rosenfeld

Wann:
Fr., 17. Juli 2026, 18–19 Uhr

Kostenlos

Dauer:
ca. 1 Stunde

Treffpunkt:
Lenbachhaus-Garten (bei schlechtem Wetter im Foyer)

Sonstiges:

Kostenlos, keine Anmeldung erforderlich.
Die Lesung findet auf Englisch statt und enthält sexuell explizite Sprache.

Es ist schwierig, die Ursprünge des Cruising genau zu bestimmen. Der Begriff wurde zwar bereits in den 1920er Jahren von Männern verwendet, die in den Parks und Straßen von New York City nach zwanglosen Begegnungen mit anderen Männern suchten, doch historische Aufzeichnungen zeigen, dass diese Praxis viel älter ist. Cruising gibt es schon so lange, wie Menschen außerhalb der vorherrschenden Geschlechts- und Geschlechterrollen nach sexuellen Begegnungen außerhalb der anerkannten Normen suchen. Dieses Buch bietet eine ernsthafte Auseinandersetzung mit queerer Sexualität und Sexualkulturen und untersucht Cruising als eine Art des Denkens mit dem Körper und der Kommunikation durch Sexualität.

Crossings ist ein kreativer Dialog zwischen einem*r queeren Künstler*in und einem queeren Wissenschaftler, die sich an ihre Cruising-Erfahrungen erinnern und darüber nachdenken. Das Buch nimmt queere Sexualpraktiken und -kulturen ernst als Wege des Erkennens und der Weltgestaltung. Das Ergebnis ist eine erotische Hybridform, die zwischen Wissenschaft und avantgardistischem Experimentieren, zwischen kritischem Manifest und Sex-Memoiren schwebt. Hier laden die Stimmen der beiden Autor*innen, die zu einer einzigen verschmolzen sind, das Publikum ein, den erotischen Raum zwischen Selbst und Anderen, Vertrautem und Fremdem, Begehren und Lust, Höhepunkt und Entspannung zu bewohnen. Das heißt, die Räume und Zeitlichkeiten des Cruising selbst.

Q&A mit Liz Rosenfeld und Leah Marojevic.


Biografie:
Liz Rosenfeld arbeitet als transdisziplinäre*r Künstler*in, Autor*in und Pädagog*in, deren künstlerische Praxis Performance-/experimentelle Choreografien, Film, Zeichnung und literarische Arbeiten umfasst. Ausgehend vom Körper als wichtigster Informationsquelle untersucht Liz in den Projekten die komplexe Geschichte der Queerness, sich wandelnde Gemeinschaftsstrukturen und die Art und Weise, wie sich die queere Positionierung angesichts politischer Dringlichkeit verändert. Mit einem Schwerpunkt auf der Nachhaltigkeit emotionaler und politischer Ökologien, legt Liz einen besonderen Fokus auf wiederkehrende Erkundungen wie die Potenzialität von Löchern, queere Cruising-Methoden und verflochtene politische Geschichten der Vergangenheit und Zukunft. Liz' Arbeit untersucht Fleisch als kollaboratives, nicht-binäres Material und beschäftigt sich mit Fragen der Fülle, des Überflusses und der Politik der Raumaufnahme. Liz' Schriften, die in einem poetischen, autotheoretischen Stil verfasst sind, hinterfragen Fragen rund um queere Kunst und Politik, die von widersprüchlichen Wünschen geprägt sind, die Nicht-Linearität von Intimitäten und Vorstellungen rund um die Frage, wie man einen Körper aufbaut.
Liz' erstes Buch, Crossings: Creative Ecologies of Cruising, das gemeinsam mit Professor Joao Florencio entstanden und bei Rutgers University Press (2025) erschienen ist, wurde international an Orten wie der Tate Modern, dem Bureau of General Services – Queer Division (New York) und Chert Luedde Books (Berlin) vorgestellt. Liz' Essays, Performance-Texte und Gedichte wurden vielfach in Anthologien, Zeitschriften und Kunstmagazinen veröffentlicht. Liz lehrt Queere Kunstgeschichte und -theorie im Masterstudiengang Performance am Rose Bruford College in London und regelmäßig an der KEM Art School in Warschau.


Hinweise zum Zugang:
Bei gutem Wetter findet die Lesung im Garten statt, hier gibt es Gartenstühle und es stehen mehr Klappstühle bereit. Der nicht-barrierefreie Zugang erfolgt durch den Haupteingang des Lenbachhauses an den Kassen vorbei rechts, aus der Tür die Treppen runter.
Für einen barrierefreien Zugang in den Garten gelangt man über das Tor in der Luisenstraße. Unser Wachpersonal öffnet Ihnen gerne das Tor, Sie erreichen unser Personal über +49 89 233 66300. Im Garten gibt es Kieswege.
Bei schlechtem Wetter findet die Lesung im Foyer des Lenbachhauses statt. Der Haupteingang ist barrierefrei. Sie können das gesamte Lenbachhaus mit dem Rollstuhl befahren. In der Luisenstraße gibt es zwei öffentliche Behindertenparkplätze.
Mehr Informationen hier.

Im Rahmen der Ausstellung