19. Jahrhundert

Die aktuelle Präsentation untersucht, was und vor allem wie die Künstlerinnen und Künstler im 19. und frühen 20. Jahrhundert gearbeitet haben. Im Zentrum steht die Frage, was "gut gemalt" bedeutet. Zu den behandelten Aspekten gehören beispielsweise die Künstlerausbildung, Zuschreibungsfragen, Farbtheorien und die Suche nach einer reinen Malerei.

Ausgangspunkt ist Lovis Corinths in drei Tagen gemalter riesiger Blumenstrauß, ein Geburtstagsgeschenk für seine Frau. Wilhelm Leibl interessierte auf seiner Suche nach dem "Reinmalerischen" nicht für das "Was", sondern nur das "Wie". Die Frage nach dem Malerischen wurde Mitte des 19. Jahrhunderts so wichtig, dass sie die frühen Freilichtmaler wie auch den Kreis um Wilhelm Leibl auf völlig neue bildnerische Wege brachte. Der Akzent verschob sich vom Motiv hin zur Qualität der Farbe und ihrer Wirkung. Somit wurde nicht zuletzt auch die Grundlage für die expressionistische und abstrakte Kunst des 20. Jahrhunderts gelegt.