Digitale Vortrags- und Gesprächsreihe Worte finden

Sensible Sprache in Provenienzforschung und im musealen Kontext

Wann:
Di, 25. Januar 2022, 18–19.30 Uhr

Weitere Termine:
Di, 1. Februar 2022, 18–19.30 Uhr
Di, 8. Februar 2022, 18–19.30 Uhr
Di, 15. Februar 2022, 18–19.30 Uhr
Do, 24. Februar 2022, 18–19.30 Uhr

Kostenlos

Wann:
Di, 25. Januar 2022, 18–19.30 Uhr

Weitere Termine:
Di, 1. Februar 2022, 18–19.30 Uhr
Di, 8. Februar 2022, 18–19.30 Uhr
Di, 15. Februar 2022, 18–19.30 Uhr
Do, 24. Februar 2022, 18–19.30 Uhr

Kostenlos

Was bedeutet es, sensibel zu sprechen? Wie können wir unsere Worte so wählen, dass sie der menschlichen Vielfalt gerecht werden, nicht ausgrenzen, sondern einbeziehen, politisch und historisch korrekt und präzise sind, auf Gemeinschaft setzen statt zu polarisieren? Das Thema Sprache beschäftigt auch Museen zunehmend und in allen Arbeitsbereichen. Sensibles Sprechen und Schreiben ist nicht nur im kuratorischen Kontext relevant, sondern rückt überall in den Fokus: in der Vermittlung, der Forschung und der Kommunikation.

In den historisch gewachsenen Museumssammlungen kursieren problematische Begriffe oder Betitelungen ebenso wie – aus heutiger Perspektive – veraltete und undifferenzierte, ja auch verletzende Interpretationen, Kontextualisierungen und Darstellungen. In der Erinnerungsarbeit zum Nationalsozialismus und in der Provenienzforschung stellt sich die Frage nach den "richtigen" Worten im Arbeitsalltag ebenso häufig. Museen erreichen nicht zuletzt durch ihre Online-Sammlungen und die zunehmenden digitalen Projekte immer mehr Menschen weltweit. Auch in Anbetracht dieser neuen Reichweite zeigt sich die Wichtigkeit, Sprache sensibel einzusetzen und entsprechende Impulse zu geben.

Die digitale Vortragsreihe des Lenbachhauses beschäftigt sich mit diskriminierungsfreier Sprache, der Herkunft, Bedeutung und Wirkung von Begrifflichkeiten. Es geht um die Frage, wie die Reflexion über unsere Sprache und historisch konstruierte Kategorien den Blick auf Forschungsgegenstände verändern kann. Den Abschluss der Reihe bildet eine Gesprächsrunde, in der die konkreten Auswirkungen und Aufgabenstellungen in der musealen Praxis diskutiert werden.

 

Programm:

Dienstag, 18. Januar, 18 Uhr
Sprachlosigkeiten in Museen
Léontine Meijer-van Mensch
Direktorin der Völkerkundemuseen in Leipzig, Dresden, Herrnhut

Dienstag, 25. Januar, 18 Uhr
Wenn die Mischpoke mauschelt. Antisemitismus in der Sprache
Ronen Steinke
Journalist und Buchautor, Berlin

Dienstag, 1. Februar, 18 Uhr
Auch Provenienzen haben ein Geschlecht. Über Gendersymmetrie in der Darstellung von historischen Verwandtschaftssystemen in der Provenienzforschung
Sonja Niederacher
Historikerin und Provenienzforscherin, New York

Dienstag, 8. Februar, 18 Uhr
Nationalsozialistischer Wortschatz – Überblick über den Forschungsstand und Beispiele
Matthias Heine
Journalist und Buchautor, Berlin

Dienstag, 15. Februar, 18 Uhr
Terminologie in der Provenienzforschung oder Suche nach einer dekolonialen Sprache
Albert Gouaffo
Professor für germanistische Literatur- und Kulturwissenschaft sowie Interkulturelle Kommunikation, Universität Dschang, Kamerun

Donnerstag, 24. Februar, 18 Uhr
Mehr als Worte. Sensible Sprache im Kulturbereich
Gesprächsrunde mit Julia Yael Alfandari (Kulturvermittler*in, Berlin), Doreen Mende (Staatliche Kunstsammlungen Dresden, HEAD Genève), Seggen Mikael (DisCheck), Matthias Mühling (Lenbachhaus), Mirjam Zadoff (NS-Dokumentationszentrum München)
Moderation: Melanie Wittchow (Lenbachhaus)

Die Vortrags- und Gesprächsreihe findet online über Zoom statt:
https://zoom.us/j/98505737554?pwd=bzQ5SjBsWXBTNlJvQ1JMWlFxVlFTdz09
Meeting-ID: 985 0573 7554
Kenncode: gkz6Vs
Übersicht telefonische Einwahlnummern: https://zoom.us/u/a0NZwkLur

Sie können dem Event (ohne Chatmöglichkeit) auch direkt über Youtube folgen.
Die Videos verbleiben nach dem Vortrag auf Youtube und werden nach kurzer Zeit mit englischen Untertiteln versehen.