Friedrich Wilhelm Murnau. Eine Hommage

25. Oktober 2016 – 26. Februar 2017

Mit Filmessays von
Alexander Kluge
Ulrike Ottinger
Guy Maddin / Evan Johnson
Luc Lagier
Narges Kalhor / Jonas Neumann / Friedrich Rackwitz / Felicitas Sonvilla

Mit "Nosferatu", "Faust", "Der letzte Mann", "Sunrise" und "Tabu" schrieb Friedrich 
Wilhelm Murnau (1888 – 1931) Filmgeschichte. 21 Filme drehte er zwischen 1919 und 1930 in Deutschland, Amerika und Tahiti. Ursprünglich hieß der große Regisseur der Stummfilmzeit Friedrich Wilhelm Plumpe. Seinen Künstler­namen gab er sich nach einem wunderbaren Sommer im Jahr 1910 im vom "Blauen Reiter" und der Kunstszene der Moderne heimge­suchten oberbayerischen Ort Murnau. Das Lenbachhaus, mit seinem Schwerpunkt auf der Kunst des Expressionismus, widmet Friedrich Wilhelm Murnau eine Ausstellung, die sich als Hommage an dessen innovative Filmsprache und die einzigartige globale Wirkung der frühen Filmkunst versteht.

Die Ausstellung zeigt Film mit Film. 
Das Lenbachhaus hat zeitgenössische 
Regisseurinnen und Regisseure eingeladen, sich in Filmessays und Kurzfilmen mit 
Friedrich Wilhelm Murnau zu beschäftigen. Alexander Kluge, Ulrike Ottinger, Guy 
Maddin und Evan Johnson, Luc Lagier 
sowie ein Team der Münchner Hochschule 
für Fernsehen und Film untersuchen in 
ins­gesamt fünf Beiträgen jeweils ein Werk Murnaus mit filmischen Mitteln. Die Auswahl der Werke, darunter "Nosferatu", "Faust" und "Tabu", bestimmt auch die Materialien, die zusätzlich zu sehen sind: Zeichnungen 
und Fotografien von Murnau und einigen seiner Mitstreiter, darunter Albin Grau, 
Hans Natge und Robert Herlth.

Parallel zur Ausstellung im Lenbachhaus bietet das Münchner Filmmuseum die seltene Gelegenheit, in einer umfassenden Retro­spektive alle erhaltenen Filme Murnaus 
zu sehen, in restaurierten Fassungen und  be­gleitet von international renommierten Stummfilm­musikern.

In Zusammenarbeit mit
Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen, Berlin
Filmmuseum München
Hochschule für Fernsehen und Film, München
Versicherungskammer Kulturstiftung

Kuratiert von Karin Althaus

Stimmen

"Höher hinaus, tiefer hinunter [...] Friedrich Wilhelm Murnau, der große Avantgardist der Kinokunst, wird im Münchner Lenbachhaus neu entdeckt [...] Murnaus Filme waren Kunst. Im Gegensatz zu jenen Filmen, die Kunst werden wollten, die um Kunst buhlten." (Georg Seeßlen, DIE ZEIT)

"DAS SCHRECKGESPENST – In München kann man ab dem 25. Oktober noch einmal beobachten, wie die Traumbilder laufen lernten: Das Lenbachhaus hat für die Ausstellung "Friedrich Wilhelm Murnau. Eine Hommage" heutige Regisseure um eine Auseinandersetzung mit dem Schöpfer von Filmklassikern wie "Nosferatu", "Der Letzte Mann" und "Sunrise" gebeten." (Monopol Magazin)

"Ein wunderbarer Sommer mit dem Stummfilm-Regisseur – Mit "Nosferatu" schrieb Friedrich Wilhelm Murnau Geschichte. Das Lenbachhaus ehrt den Regisseur mit einer Retrospektive und umfangreichem Rahmenprogramm." (Jürgen Moises, Süddeutsche Zeitung)

"Der echte Bis(s) [...] Während sie die frappante Wandlungsfähingkeit Murnaus bewundert, betonten alle Filmemacher die Vollkommenheit seiner Arbeiten [...]"
(Simone Dattenberger, Münchner Merkur) 

"Eine ungewöhnliche Hommage: Das Lenbachhaus feiert das Werk Friedrich Wilhelm Murnaus mit Beiträgen von Gegenwartskünstlern und Filmemachern, darunter Ulrike Ottinger und Alexander Kluge. [...] Mit seinen Einladungen an Schwesterkünste beweist das Lenbachhaus Sinn für die Darstellung größerer, den eigenen Bilderhorizont erweiternder Zusammenhänge und erhöht seine Strahlkraft [...] Konsequenterweise verzichtet Kuratorin Karin Althaus auf die soundsovielte museale Darstellung wechselseitiger Einflüsse von bildender Kunst und Kino im Expressionismus." (Brita Sachs, FAZ)

"Exzeptionell wird die Schau freilich erst durch die fünf Filmessays, die allesamt den Meister ehren. Murnaus freier Umgang mit dem Medium war und ist bahnbrechend." (tz)