Beyond the World. The Blue Rider

Beyond the World. The Blue Rider

In the early years of the twentieth century, a circle of artists, women as well as men, came together in Munich. They shared a vision and the resolve to renew art and change society. 

Key events in the history of their movement were the two exhibitions organized by the editorial board Der Blaue Reiter in Munich in 1911–12. The title was an explicit reference to the endeavor laid out in the almanac: the programmatic yearbook established the Blue Rider as a node in a network of creative minds that spanned the globe and transcended divisions of era and genre. Yet the Blue Rider was more than that: it was sustained by a web of exchanges of ideas in which cultural differences were harnessed as a creative resource. Participating in a transnational dialogue that extended from the German Empire and France to Russia and all the way to the U.S., the contributors created novel visual languages for a world in transformation. Many of them boldly lived unconventional lives, challenging gender roles and devising new forms of representation beyond bourgeois standards. 

The exhibition turns the spotlight on their pioneering achievements—from Franz Marc’s symbolic theory of color and Wassily Kandinsky’s abstractions to Alexander Sacharoff’s performative transgressions. A special focus is on the women artists; unusually visible for their time, they played leading roles in the movement. Gabriele Münter’s expressive paintings appear side by side with Elisabeth Epstein’s haunting self-portraits; the cosmopolite Marianne von Werefkin’s dramatic paintings, with Maria Frank-Marc’s enigmatic still lifes and utopian children’s worlds. 

The presentation brings the debut of major new accessions to the Lenbachhaus’s collection such as Wilhelm Morgner’s abstract compositions in large formats and works by Emmy Klinker and Albert Bloch that frame critical observations of social realities. With over 240 works, the exhibition opens up fresh perspectives on one of the most important movements of the European avant-garde and demonstrates how the questions it raised about the pursuit of personal freedom, aesthetic practice, and innovation across boundaries of genre have lost none of their relevance. The Blue Rider artists thought of art as a message and not just a problem of (beautiful) form. Their quest was for a wider horizon that Else Lasker-Schüler, in a poem from 1911, limned with the words: "Beyond the world." 

The exhibition is held as part of the preparations for our anniversary "100 Years of Lenbachhaus 1929 / 2029." 

A cooperation between the Lenbachhaus and the Gabriele Münter and Johannes Eichner Foundation. With generous support from Förderverein Lenbachhaus e.V.

With works by: Albert Bloch, Erma Bossi, Wladimir Burljuk, Heinrich Campendonk, Robert Delaunay, Elisabeth Iwanowna Epstein, Otto Freundlich, Maria Franck-Marc, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Emmy Klinker, Moissey Kogan, Alfred Kubin, Else Lasker-Schüler, August Macke, Franz Marc, Wilhelm Morgner, Gabriele Münter, Jean-Bloé Niestlé, Alexander Sacharoff, Marianne von Werefkin and others

Curated by Melanie Vietmeier and Matthias Mühling 

Assistant Curator: Johannes Michael Stanislaus

Exhibition textsAudioguide

Partner

Statements

“Jahrelang waren Kandinsky, Marc & Co. außer Haus, nun hängen die allermeisten Bilder des berühmten Künstlerkreises wieder im Lenbachhaus. Dort hat man den Ikonen der Moderne eine neue Ausstellung spendiert. Höchst sehenswert.”

Stefan Dosch, Augsburger Allgemeine

"Den Höhepunkt bildet ein Raum in tiefem Nachtblau mit Werken von Wassily Kandinsky. Unter dem Titel seines Essays Das Geistige in der Kunst" leuchten die Bilder wie farbige Galaxien und zeigen den Weg des Künstlers von gegenständlichen Motiven zu reiner Abstraktion. Das muss man sehen, erleben, fühlen."

Simone Dattenberger, TZ

“Auf blau getünchten Wänden leuchten Kandinskys Farben wie aus einer anderen Welt. Mal lässig zu Reitern oder Figuren geformt, mal den Gegenstand hinter sich lassend. Man betrachtet das mittlerweile differenzierter, die Abstraktion geht längst nicht mehr allein auf sein Konto. Aber auch das ist in dieser klugen, inspirierenden Neueinrichtung zu sehen."

Christa Sigg, Abendzeitung München

“Das neue Farb- und Raumkonzept lässt Besucher:innen in die intensive Welt dieser Avantgardebewegung eintauchen und eröffnet faszinierende Einblicke in die Geschichte und Visionen der Künstler:innen. […] Die Ausstellung verdeutlicht, wie aktuell die Fragen nach Emanzipation, ästhetischer Praxis und gattungsübergreifender Innovation noch heute sind. Kunst wurde von den Künstler:innen des Blauen Reiters als Botschaft verstanden, nicht nur als Spiel mit Form und Farbe – wie Else Lasker-Schüler 1911 poetisch ausdrückte: ‘Über die Welt hinaus.’”

Julia Maria Korn, Restauro

“Das Lenbachhaus, […] hat seinen Überblick aus 150 Werken über diese Strömung der Klassischen Moderne neu kuratiert, und das mit zwei Neuheiten: mit erstmals ausgestellten Neuzugängen zur Sammlung sowie mit mehr Frauen denn je.”

Hedwig Kainberger, Salzburger Nachrichten

“Gattungen, Genres, Materialien, Zeit, Raum, Nationalitäten, nichts davon spielte für die Künstler des “Blauen Reiter” eine Rolle. Nicht die Vorbereitung der Abstraktion ist das Verdienst dieser Gruppe, sondern das gelebte Nebeneinander unterschiedlichster Ausdruckswege, die Auffassung von Kunst als einer universellen Grenz- und Zeitüberschreitenden Sprache. Ein Besuch im Münchner Lenbachhaus heißt nichts weniger als Eintauchen in diese Vision.”

Julie Metzdorf, Deutschlandfunk

"Doch das Lenbachhaus hebt Gabriele Münter nun regelrecht aufs Schild. Widmet Ihr den ersten großen Saal in der Ausstellung. Dort, wo sie früher mit den männlichen ‚Reitern‘, allen voran Kandinsky, Ihrem früheren Lehrer […] um Aufmerksamkeit ringen musste, strahlt Ihr Werk jetzt von tief aquamarinblau gestrichenen Wänden wie ein Solitär. […] ‘Die Dame im Sessel’, ein Portrait einer Stenografin aus dem Jahr 1929 im Stil der Neuen Sachlichkeit. Allein wie die Interessant gebundene Pluderhose und die spitzen roten Schuhe mit den gedrechselten Beinen des Sessels korrespondieren, ist bemerkenswert. Mehr noch, wie der zweifarbige Hintergrund ausleuchtendem Hellblau und warmen Rotton die Frau in dem Sessel plastisch hervortreten lassen, sie so präsent machen, dass sie beinahe den Bildrahmen zu sprengen droht, das ist ganz große Kunst."

Evelyn Vogel, Süddeutsche Zeitung