Der Blaue Reiter

Sammlungspräsentation im Lenbachhaus

Alexej Jawlensky, Bildnis des Tänzers Alexander Sacharoff, 1909

 

DER BLAUE REITER

Die Besucherinnen und Besucher treffen im zweiten Obergeschoss auf den Reichtum der weltweit größten Sammlung aus dem Künstlerkreis des »Blauen Reiter«, ergänzt durch eine Auswahl von Hauptwerken des Nachexpressionismus und der Neuen Sachlichkeit.

Nach ihrer produktiven Zusammenarbeit in Murnau und München bildete sich der »Blaue Reiter« um Wassily Kandinsky, Franz Marc, Gabriele Münter, Alexej Jawlensky und Marianne von Werefkin. Die erste Ausstellung des »Blauen Reiter« fand im Winter 1911 in der Münchner Galerie Thannhauser statt. An ihr nahmen auch neue Künstlerfreunde wie August Macke und Heinrich Campendonk teil. Eine zweite Ausstellung im Frühjahr 1912 in der Galerie Goltz in München bezog auch Paul Klee und Alfred Kubin mit ein. Von all diesen Künstlern sind eine Fülle von Werken in der Sammlungspräsentation des »Blauen Reiter« zu sehen.

Ein Rundgang durch die Ausstellung führt die Besucherinnen und Besucher durch Räume mit den frühen Ölstudien Kandinskys und Münters, zu den Murnauer Landschaftsbildern von 1908-10, zur »Neuen Künstlervereinigung München« und Kandinskys berühmten großen Gemälden. Ein eigener Raum ist den Bildern Paul Klees gewidmet, der anlässlich der gütlichen Einigung mit den Nacherben des Gemäldes »Sumpflegende« (1919) neu eingerichtet wurde. Das angrenzende Kabinett präsentiert ausschließlich Werke von Alexej Jawlensky aus verschiedenen Schaffensphasen, darunter auch die selten gezeigten Gemälde »Der Bucklige« und »Sitzender Akt«. In weiteren Räumen werden Werke des Jugendstils und des Frühwerks Kandinskys, wie etwa »Reitendes Paar«, mit Werken von Gabriele Münter, August Macke, Franz Marc und Heinrich und Ada Campendonk kombiniert. Erstmals ist nun auch das 2017 neu erworbene, lebendige kleine »Selbstbildnis« von August Macke zu sehen. Berühmte Ikonen des reifen Werks von Franz Marc wie »Blaues Pferd« und »Der Tiger« und August Macke wie »Hutladen« und »Türkisches Café« sind in einem weiteren Kabinett versammelt.

Der große Oberlichtsaal zeigt eine Auswahl von Werken aus der Sammlung des Nachexpressionismus und der Neuen Sachlichkeit. Die Arbeiten von deutschen und internationalen Künstlern entstanden im Zeitraum von 1918 bis in die 1940er-Jahre und waren zum Teil schon lange nicht mehr zu sehen. Sie spiegeln exemplarisch die außergewöhnliche Bandbreite der Bildsprachen und Themen dieser Epoche.


Weitere Werke Gabriele Münters finden Sie in unserer aktuellen Ausstellung »Gabriele Münter. Malen ohne Umschweife«, die noch bis 8. April 2018 zu sehen ist.

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