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Heilmann Stiftung

  

 

CHRISTOPH HEILMANN STIFTUNG

Die Sammlung der Christoph Heilmann Stiftung aktuell auf Wanderschaft

Im Jahr 2013 vereinbarten die Christoph Heilmann Stiftung und die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau eine enge Zusammenarbeit auf Dauer. Mehr als hundert Werke der Stiftung wurden dem Museum überlassen. Die nach einem stringenten Konzept über Jahrzehnte aufgebaute Sammlung „Natur als Kunst. Frühe Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts“ verbindet und ergänzt sich mit dem Altbestand des Hauses auf das Beste. Nirgendwo sonst in Deutschland entwickelte sich seit 1800 die Landschaftsmalerei so reich und frei wie in München.

Die erste Präsentation im neuen Lenbachhaus der letzten zweieinhalb Jahre widmete sich einer umfassenden Darstellung der Sammlung, wobei gerade ihren internationalen Akzenten wichtiger Raum gebührte. Neben der frühen Münchner Schule wurden die Dresdner Romantik sowie die Berliner und Düsseldorfer Schule in charakteristischen Einzelbeispielen gezeigt. Als wichtiger und für eine deutsche Privatsammlung einzigartiger Bestand galt den Malern von Barbizon und ihrer im Wald von Fontainebleau mit naturnahen Ölskizzen vollzogenen Revolution ein Schwerpunkt. Gerade die Ölskizzen gaben eine Vorstellung von der neuartigen Naturnähe.

 

                                                                                  NEUERWERBUNGEN

Die Sammlung der Stiftung wird kontinuierlich ausgebaut. So kamen in den letzten Jahren zu den Sammlungsschwerpunkten bedeutende Neuerwerbungen hinzu: Darunter die bildmäßig ausgeführte Ölstudie „Eingang in den Park Chigi“ von ERNST FRIES (1801-1833), einem der bedeutendsten süddeutschen Romantiker der zwanziger Jahre und Malergenosse Camille Corots.  
ADOLPH VON MENZEL (1815-1905) ist nunmehr in der Sammlung mit einer jüngst wieder aufgetauchten Studie in Aquarell/Gouache vertreten, die den Blick nach dem Hof aus seinem Atelierfenster in der Berliner Marienstraße wiedergibt.
Zur Gruppe der großen BARBIZONMALER zählt neben Théodore Rousseau dessen enger Freund JEAN-FRANҪOIS MILLET (1814-1875). Von ihm gelang es, ein wichtiges Frühwerk zu erwerben, das ein in sich gekehrtes, nacktes Bauernmädchen an der Böschung eines Baches zeigt.                             

 

RÜCKBLICK

Die kleinformatigen, intimen Kabinettbilder der Sammlung bezeugen auf hohem künstlerischem Niveau, welche bahnbrechenden Wege die Landschaftskunst des Klassizismus und der Romantik einschlugen, so dass mit ihren Zielen letztlich bereits der moderne Künstler- und Kunstbegriff zu verbinden ist. Um das Sammlungskonzept und die wichtigsten Leitthemen der Landschaftsmalerei dem Publikum nahezubringen, veranstalteten die Stiftung und das Lenbachhaus in den Monaten Oktober bis Dezember 2014 eine Vortragsreihe und vertieften das Thema anschließend im Juli 2015 im Rahmen des internationalen Symposiums „Mobilität und Naturerfahrung im 19. Jahrhundert – Landschaftsmalerei, eine Reisekunst?“  

Lesen Sie die Review auf ArtHist hier.

AUSBLICK

Bevor die Sammlung der Stiftung in anderer Präsentation wieder im Lenbachhaus zu sehen sein wird, geht sie Anfang 2016 für einige Zeit auf Wanderschaft und wird dabei interessante Kooperationen eingehen. Die erste Station ist Schloss MOYLAND vom 14. Februar – 5. Juni 2016 mit der Ausstellung: „Natur als Kunst – Landschaft im 19. Jahrhundert in Malerei und Fotografie aus den Sammlungen der Christoph Heilmann Stiftung am Lenbachhaus und des Münchner Stadtmuseums.“
Das Wasserschloss Moyland in der Nähe von Kleve, das für seinen umfangreichen Bestand an Werken von Joseph Beuys berühmt ist, liegt noch heute inmitten eines weitläufigen Parks. Der gestaltete Naturraum des Schlossparks sowie die Natur der Gemälde und Fotografien werden sich glücklich ergänzen. 

Termin
21
02
2017

Kuratorenführung
Thomas Bayrle

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