Das Museum

 

 

DIE VILLA FRANZ VON LENBACHS

 

In den Jahren 1887 bis 1890 ließ Franz von Lenbach in unmittelbarer Nähe zum Königsplatz eine großzügige Villa erbauen, die er in Zusammenarbeit mit Gabriel von Seidl, dem damals renommiertesten Münchner Architekten, realisierte. Begonnen wurde zunächst mit dem Ateliertrakt, dem Südflügel der heutigen Anlage. Dieser lag unmittelbar vor dem symbolischen Stadttor der Propyläen, also außerhalb der unter Ludwig I. angelegten Stadt, aber direkt an der noblen Straße, die von der königlichen Residenz nach Schloss Nymphenburg führte. An so prominenter Stelle errichtet, befand er sich zudem in nächster Nähe zu den großen staatlichen Kunstsammlungen, insbesondere der Glyptothek und buy generic propecia online dem königlichen Ausstellungsgebäude (heute Antikensammlung) am Königsplatz, aber auch zur Alten und cialis for sale Neuen Pinakothek. Graf Schack, Lenbachs größter Förderer, hatte nur wenig weiter stadtauswärts seinen Wohnsitz und buy cialis generic auf der gegenüberliegenden Straßenseite stand die Villa Richard Wagners. Diese Lage unterstrich den repräsentativen Anspruch Lenbachs. Der Bedeutung des Orts verpflichtet, erhielt der Ateliertrakt zur Straßenseite hin eine Säulenordnung, während für die Gartenfassade Pilaster genügten. Sein Atelier stand damit repräsentativ der Öffentlichkeit zugewandt.

Nach der Errichtung des Atelierbaus folgte der Wohntrakt: Er ist formal an toskanischen Villenanlagen orientiert, die vor- gelagerte Freitreppe mit Brunnenschale zitiert römische Architekturmotive. Das Gebäude musste zwischen zwei bestehende Häuser, die Villa des Bildhauers Anton Heinrich Hess und viagra usa das Haus Schäfer, eingepasst werden. Zunächst waren Wohnbau und Ateliertrakt nur durch Blendarchitekturen verbunden. Das Gesamtensemble rahmte eine durch Brunnen gegliederte Gartenanlage, die Max Kolb gestaltete.

Nach unterschiedlichen architektonischen Vorbildern und mit Hilfe dekorativer Versatzstücke wurde so ein Ort geschaffen, der geeignet war, den Hintergrund für gesellschaftliche Repräsention im Sinne der Gründerzeit abzugeben. Die gesamte Anlage der Villa mit Freitreppe, Säulen, Loggien, geschwungenen Bogenformen, aufgesetzten Terrakottagefäßen, eingelassenen Stuckreliefs bezeugt eine malerische Vorstellung, in der Heterogenes optisch zur Einheit gebracht wird. Noch einmal gingen in der Zeit des Historismus Architektur und Festkultur zusammen, wobei letztere sich mit Hilfe der Künstler weg vom Hof in eine bürgerliche Sphäre verlagerte und eine breite Öffentlichkeit erfasste. So war Lenbach auch einer der gefragtesten Festgestalter in München.

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