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Maria Jarema

Revolutionäre Kommissarin der Abstraktion

Ausstellung bis 25. April 2027

Die Ausstellung zeigt Kunst von Maria Jarema.
Maria Jarema lebte von 1908 bis 1958. 
Sie lebte die meiste Zeit ihres Lebens in der Stadt Krakau in Polen.

Die Ausstellung heißt: Revolutionäre Kommissarin der Abstraktion.
So heißt auch eine Zeichnung, 
die der Künstler Tadeusz Kantor von Maria Jarema machte.

Maria Jarema machte ganz verschiedene Arten von Kunst.
Zum Beispiel Skulpturen aus Bronze, Gips oder Stoff.
Skulpturen sind Kunst-Werke,
die man von allen Seiten ansehen kann.
Maria Jarema malte Bilder.
Und sie probierte neue Arten aus, wie man Bilder drucken kann.
Jarema nähte auch Kostüme
und baute Bühnen-Bilder für Theater und für Tanz.
Sie war Schauspielerin am Theater.
Maria Jarema schrieb auch Texte über Kunst und Politik.

Jarema gehörte zur Krakauer Gruppe.
Das war eine Gruppe an der Kunst-Hochschule in Krakau.
An der Kunst-Hochschule gab es viele Menschen mit nationalistischen Ideen.
Sie glauben zum Beispiel:
Ihr eigenes Land ist besser als andere Länder.
Und die Menschen aus ihrem Land sind besser als andere Menschen.
Die Krakauer Gruppe war gegen diese Ideen.
Für die Krakauer Gruppe sollten alle Menschen
die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben.
Die Krakauer Gruppe und die Kommunistische Partei
hatten ähnliche politische Ideen.
Die Kommunistische Partei war damals in Polen verboten.

Maria Jarema lebte auch während des Zweiten Weltkriegs in Krakau.
Die Nazis regierten in Deutschland, Nazi-Deutschland besetzte Polen.
Die Nazis verfolgten Kommunist*innen.
Kommunist*innen waren in Lebens-Gefahr.

Leben in Polen und Frankreich

Maria Jarema kannte sich gut mit der Geschichte der Kunst aus.
Sie wusste, was andere Künstler*innen zu ihrer Zeit machten.
Jarema kannte die Kunst von der Münchner Gruppe »Der Blaue Reiter«.
Sie kannte auch viele Kunst-Werke von Künstler*innen 
aus Warschau, Paris und Moskau.

Die verschiedenen Kunst-Werke gaben Maria Jarema Ideen
für ihre eigene Kunst.
Auch für ihre Arbeit am Theater.
Zum Beispiel für Bühnen-Bilder und Kostüme.
Durch ihre Arbeit am Theater waren Sprache und Bewegung
für Jarema besonders wichtig.
Sie wollte Sprache und Bewegung in ihren Skulpturen und Bildern zeigen.

Jarema reiste auch oft nach Paris, in die Haupt-Stadt von Frankreich.
Dort sah sie Werke von Surrealist*innen.
Surrealist*innen zeigten in ihren Kunst-Werken oft
Träume, Fantasien und neue Erfahrungen.
Sie waren auch gegen Kapitalismus.
Im Kapitalismus sind Besitz und Arbeit ungerecht verteilt.
Das bedeutet:
Wenigen Menschen und Firmen gehört ganz viel.
Und vielen Menschen gehört sehr wenig.

Die Ideen der Surrealist*innen passten gut zur Kunst von Maria Jarema.
Maria Jarema wollte mit ihrer Kunst verändern,
wie Menschen denken.
Und das Zusammenleben von Menschen verbessern.

Maria Jaremas Kunst kann man heute an vielen Orten in Krakau sehen.
Sie hat zwei Denkmäler entworfen.
Die Denkmäler erinnern in Krakau an wichtige Menschen oder Ereignisse.
Und eine Straße in Krakau heißt nach ihr.

Maria Jarema hat auch abstrakte Bilder gemalt.
Abstrakt bedeutet:
Die Bilder zeigen die Welt nicht so, wie sie wirklich aussieht.
Die Künstler*innen malen zum Beispiel mit Farben, Formen und Linien.
Ein sehr großes Bild von Maria Jarema sieht man heute
an einer Haus-Wand in Krakau.

Auch jüngere Künstler*innen interessieren sich für Jarema und ihre Kunst.
Sie machen eigene Kunst-Werke, die an sie erinnern.

Die Ausstellung

Das Lenbachhaus zeigt die erste Ausstellung von Maria Jarema in Deutschland.
Die Besucher*innen sehen:

· Bilder und Skulpturen

· Kostüme und Entwürfe für Bühnen-Bilder im Theater

· Texte von Maria Jarema

Éric de Chassey und Natalia Sielewicz hatten die Idee für die erste Ausstellung.
Die erste Ausstellung war im Museum für Moderne Kunst in Warschau.
Das Adam-Mickiewicz-Institut und 
das polnische Kultur-Ministerium
unterstützen die Ausstellung.

Auch der Förderverein Lenbachhaus e.V. unterstützt die Ausstellung.