Leonore Mau
Out of Focus
Ausstellung vom 04. November 2025 bis 15. Februar 2026
Die Ausstellung Out of Focus zeigt Fotos von Leonore Mau.
Leonore Mau ist eine Fotografin aus Deutschland.
Sie hat die Fotos auf Reisen nach Haiti gemacht.
Diese Fotos werden zum 1. Mal gezeigt.
Out of Focus heißt auf Deutsch: nicht scharf, nicht klar.
Damit ist gemeint:
Manche Fotos kann man nicht leicht verstehen.
Oder manche Sachen werden nicht richtig gezeigt.
Oder man redet nicht über die Sachen.
Leonore Mau lebte von 1916 bis 2013.
In den 1970er Jahren reiste Leonore Mau oft nach Haiti.
Sie reiste mit dem Schriftsteller Hubert Fichte.
Ein Schriftsteller schreibt zum Beispiel Bücher oder Berichte über Reisen.
Haiti ist ein Land auf einer Insel in der Karibik.
Haiti war früher eine Kolonie von Frankreich.
Das bedeutet: Frankreich hat Haiti erobert.
Frankreich erobert manche Gebiete mit Gewalt.
Die Gebiete nennt man: Kolonien.
Frankreich hat das Land ausgebeutet.
Die Franzosen brachten viele Menschen aus Afrika nach Haiti.
Die Menschen hatten keine Rechte.
Sie waren Sklaven.
Und sie mussten für die Franzosen arbeiten.
Die Arbeit auf den großen Zuckerohr-Feldern war sehr schwer.
Von 1791 bis 1804 gab es eine Revolution.
In der Revolution haben sich die Sklaven selbst befreit.
Die Reise nach Haiti war ein Teil von einem großen Projekt.
Leonore Mau und Hubert Fichte wollten mehr über Religionen aus Afrika wissen.
Denn Religionen aus Afrika gibt es auch in Ländern,
die nicht zu Afrika gehören.
Diese Religionen nennt man: afro-diasporische Religionen.
Für viele Menschen auf Haiti ist die Religion Vodou wichtig.
Das spricht man Wu-duu.
Im Vodou glauben die Menschen an einen Gott.
Sie glauben an Geister, die auch in der Natur leben.
Priester*innen können Krankheiten heilen.
Im Vodou gibt es viele Traditionen.
Beispiele dafür sind Feste, besondere Musik und Tänze.
Zum Vodou gehören Teile von Religionen aus Afrika
und Teile von der katholischen Religion.
Worum geht es in der Ausstellung?
Out of Focus heißt: Man sieht etwas nicht klar.
Das kann bei Fotos so sein.
Aber auch bei anderen Sachen.
Zum Beispiel: Manche Menschen reden nicht klar über Religionen.
Viele Menschen denken falsch über Haiti und über Vodou.
Die Besucher*innen können in der Ausstellung Neues lernen.
Zum Beispiel über die Geschichte von Haiti,
über die Religion Vodou und die Menschen aus Haiti.
Die Fotos von Leonore Mau helfen dabei.
Die Fotos zeigen zum Beispiel:
- die Menschen im Alltag
- schöne Landschaften
- Touristen auf Haiti
- Menschen, die sehr gläubig sind
In der Ausstellung sind auch diese Fragen wichtig:
- Wie hat Leonore Mau die Fotos gemacht?
- Hat sie die Menschen vorher gefragt?
- Sieht man die Menschen, wie sie wirklich leben?
Wer macht bei der Ausstellung mit?
Viele Fachleute aus Haiti arbeiten bei der Ausstellung mit.
Es sind zum Beispiel eine Künstlerin und Wissenschaftlerin,
ein Priester und Musiker, eine Filme-Macherin und Musikerin, Wissenschaftler*innen und andere Fachleute.
Sie sprechen über die Fotos von Leonore Mau.
Und sie überlegen:
Wie können wir die Fotos in der Ausstellung zeigen?
Was können wir aus den Fotos lernen?
Alle Fotos von der Ausstellung sind in einem Raum.
Die Fotos hängen nicht an der Wand.
Die Fotos sieht man auf dem Wasser von einem Wasser-Becken.
Dieser Raum ist von Künstlerinnen gestaltet.
Zur Ausstellung gibt es auch Gespräche, Aufführungen und Vorträge.
Dabei können Besucher*innen mehr erfahren und mitreden.
Allgemeine Informationen zur Ausstellung
Die Ausstellung im Lenbachhaus ist aus
dem Forschungs-Projekt Out of Focus entstanden.
In der Ausstellung kann man viele neue Sachen sehen.
Dora Imhof und die Künstlerinnen-Gruppe U5 haben das Projekt gemacht.
Sie haben mit Gina Athena Ulysse zusammengearbeitet.
Gina Athena Ulysse ist Künstlerin und Wissenschaftlerin.
Sie haben das Projekt an der Universität Zürich gemacht.
Es gibt ein großes Buch über die Ausstellung.
In dem Buch stehen Texte in 4 Sprachen.
Die S. Fischer Stiftung und die bpk-Bildagentur in Berlin
unterstützen die Ausstellung und das Buch

