Ausstellung ab 24. März 2026
Die Ausstellung heißt Eingestellte Gegenwarten.
Sie ist von dem Künstler Franz Wanner.
Er wurde im Jahr 1975 in Bad Tölz geboren.
Eine besondere Brille
Am Anfang der Ausstellung sieht man eine Brille.
Die Brille ist aus Plexiglas.
Plexiglas ist ein durchsichtiger Kunststoff.
Die Brille wurde im früheren Konzentrationslager Sachsenhausen gefunden.
Die Konzentrationslager waren Gefangenen-Lager.
Die Nazis haben Menschen dort eingesperrt.
In der Nazi-Zeit war Adolf Hitler
Chef von der Partei der National-Sozialisten.
Man nannte National-Sozialisten auch Nazis.
Sie glaubten: Die Deutschen sind mehr wert als andere Menschen.
Andere Menschen sind nichts wert, zum Beispiel Juden*Jüdinnen.
Die National-Sozialisten töteten damals viele Millionen Menschen.
Sie töten auch Deutsche.
Zum Menschen mit Behinderungen und
Deutsche, die nicht National-Sozialisten waren.
Man weiß nicht, wem die Brille gehörte.
Aber klar ist:
Im Konzentrationslager
wollte sich jemand mit der Brille bei der Arbeit schützen.
Die Menschen mussten dort Zwangsarbeit machen.
Zwangsarbeit bedeutet:
Menschen müssen gegen ihren Willen und ohne Bezahlung arbeiten.
Und die Arbeit war oft lebens-gefährlich.
Auch im Lenbachhaus mussten Zwangsarbeiter*innen arbeiten.
Bei Bomben-Angriffen brachten sie Kunst-Werke in Sicherheit.
Was hat Plexiglas mit den Nazis zu tun?
Ab dem Jahr 1936 benutzte man Plexiglas auch für Flugzeug-Fenster.
Politiker und Firmen machten viel Werbung für diesen Kunststoff.
Sie zeigten Plexiglas auf Ausstellungen und fanden es gut.
Plexiglas brauchte man auch für Kriegs-Flugzeuge und Panzer.
Heute sieht man Plexiglas an vielen Stellen,
zum Beispiel als Schild bei der Polizei oder als Vitrine im Museum.
Was ist das Thema in der Ausstellung?
Franz Wanner stellt viele Fragen, zum Beispiel:
Was ist in der Nazi-Zeit passiert?
Und was sagt man heute dazu?
Was hat sich verändert und was nicht?
Wie ging es mit der Arbeit nach dem Krieg 1945 weiter?
In der Nazi-Zeit mussten viele Menschen Zwangsarbeit machen.
Ab dem Jahr 1955 brauchte Deutschland viele Menschen aus anderen Ländern.
Sie sollten zum Arbeiten nach Deutschland kommen.
Man nannte sie Gastarbeiter*innen.
Sie kamen aus Ländern wie Italien, der Türkei, Griechenland und Jugoslawien.
Viele Gastarbeiter*innen wohnten in alten Baracken aus der Nazi-Zeit.
Diese Orte nannte man Gastarbeiter-Baracken.
Mehrere Gastarbeiter*innen wohnten in einem Raum.
Die Gastarbeiter-Baracken erinnerten an Konzentrationslager.
Auch viele Arbeits-Gesetze für Gastarbeiter*innen
waren damals noch aus der Nazi-Zeit.
Die Arbeit heute
Franz Wanner schaut auch auf die Arbeit heute.
Er fragt zum Beispiel:
Wie arbeiten Polizei und Geheim-Dienste?
Wie wichtig ist die Waffen-Herstellung in Deutschland?
Wie arbeiten Hoch-Schulen für Erwachsene
und Waffen-Hersteller zusammen?
Franz Wanner will wissen:
Wie leben die Menschen heute mit der Nazi-Vergangenheit?
Gehen Menschen heute noch so miteinander um wie in der Nazi-Zeit?
In der Nazi-Zeit wurden Millionen Menschen in Konzentrationslager gebracht.
In den Konzentrationslagern wurden sie zum Arbeiten gezwungen.
Und sie bekamen kein Geld für Ihre Arbeit.
Viele Menschen sind dabei gestorben.
Das war in allen Bereichen der Gesellschaft so.
Franz Wanner zeigt:
Auch heute werden Menschen bei der Arbeit oft ausgenutzt.
Das bedeutet:
Sie arbeiten viel, bekommen aber wenig.

