VERMITTLUNG

 

 

FORUM für experimentelle Aktionen

Im Forum für experimentelle Aktionen widmen wir uns in jedem Termin einem anderen Thema: ob Zitaten, der Farbe Gold oder dem Museum als Institution. Wir diskutieren gemeinsam mit Kunstvermittlerinnen und Gastkünstlern über unsere Ideen und setzen diese mit unterschiedlichen künstlerischen Techniken um – ob filmisch, malerisch oder akustisch, auf jeden Fall aber experimentell!

Zitate
Sa, 26. Januar 2019, 14–17 Uhr
Für Kinder ab 7 Jahre, Jugendliche und Erwachsene
mit Marlene Gauß und Andrea Lesjak

Wie können Zitate in Kunstwerken aussehen? Was bedeuten Zitate für die künstlerische Arbeit? Warum zitieren Künstlerinnen und Künstler oft aus ihrem eigenen Werk?

Diesen Samstag geht es in unserem Forum für experimentelle Aktionen um das "Zitieren" als künstlerische Strategie. Gemeinsam mit den Künstlerinnen und Kunstvermittlerinnen Marlene Gauß und Andrea Lesjak begebt Ihr Euch auf die Suche nach Zitaten in Werken, die Euch interessieren. Die "Fundstücke" werden dann in Eure eigene Arbeit einfließen: als Anfang, als Ergänzung oder als Veränderung. Euch sind keine Grenzen gesetzt! Durch den Einsatz von unterschiedlichen künstlerischen Techniken und durch die Unterstützung der beiden Künstlerinnen werdet Ihr aus den Zitaten ein ganz persönliches Werk schaffen.

"Wie und wo würde ich mich im Lenbachhaus inszenieren"?

So, 24. Februar 2019, 14–17 Uhr
Start des Museumsrundgangs um 14.30 Uhr im Studio des Lenbachhauses
Für Kinder ab 7 Jahre, Jugendliche und Erwachsene
mit Ruth Detzer und Andrea Lesjak

Wie sehen wir uns selbst, wenn wir vor einem Gemälde des Malerfürsten Franz von Lenbach stehen? Welche Gefühle ruft es in uns hervor, die Räume Lenbachs zu erkunden? Wären auch wir gerne ein Malerfürst (gewesen) oder fühlen wir uns erdrückt von der prachtvollen, repräsentativen Ausstattung?

Diesmal ist die Künstlerin Ruth Detzer zu Gast. Gemeinsam mit ihr widmen wir uns Franz von Lenbach und seinen prunkvollen Wohnräumen. Wir stellen uns die Frage, ob eine solche Form der Selbstdarstellung in der heutigen Zeit überhaupt noch möglich und nötig ist. Hat der Begriff "Malerfürst" noch seine Gültigkeit? Und wie schaut es mit "Malerfürstinnen" aus? Wenn ja, wie würden sie heute ihre Räume gestalten oder sich in sozialen Netzwerken inszenieren? Gleichzeitig beleuchten wir den Aspekt unserer heutigen Selbstdarstellung, in sozialen Netzwerken wie unserem privaten Umfeld, die wir täglich vollführen. Anhand dieser Beispiele setzen wir uns im Anschluss mit Collagen, Selbstporträts und Fotos auseinander und inszenieren uns selbst.

Ruth Detzer lebt und arbeitet als Künstlerin (Schwerpunkt Malerei, Trickfilm und Collage) und im kunstpädagogischen Kontext in München. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit der Selbstdarstellung und der Rolle der Frau in der Gesellschaft. Sie greift Beispiele aus dem Alltag und dem kunstgeschichtlichen Kontext auf und nimmt stets Bezug auf die eigene Perspektive.

Zoom
– näher ran gehen
Di, 12. März 2019, 16.30–19.30 Uhr
Für Erwachsene
mit Marlene Gauß und Andrea Lesjak

Was macht die Nahaufnahme mit uns? Was gerät in unseren Fokus? Was fällt uns auf? Wo stehen wir als Betrachterinnen und Betrachter?

Mit Details künstlerisch arbeiten – gemeinsam mit den Künstlerinnen und Kunstvermittlerinnen, Andrea Lesjak und Marlene Gauß werden wir uns bestimmte Werke aus der Sammlung genauer anschauen und diese mit einem Art Röntgenblick durchleuchten. Im Anschluss arbeiten wir mit Sound, Verzerrungen und Fotos, die wir selbst abstrahieren.

Im Bild sein – Queere Perspektiven für die Timeline
Di, 26. März 2019, 16.30–19.30 Uhr
Für Erwachsene
mit Steffi Müller und Lina Zylla

Ist die Timeline unser neues Bildarchiv? Was tut sich jenseits von Selbstinszenierung und Prokrastination (Katzenvideos, Foodies)?

Soziale Medien wie Instagram leben davon, dass Menschen ihre Bildwelten teilen. Welche Zwischenbilder würden die Timeline zu einer nie abreißenden großen Erzählung machen? Wer kommt dabei zur Sprache und wem wird zugehört? Wie können wir uns von den Mustern, die wir längst abgespeichert haben, lösen? Wo werden alte Rezepte über Bord geworfen und neue Fenster aufgemacht?

In diesem Workshop erkunden wir gemeinsam mit den Künstlerinnen Lina Zylla und Stephanie Müller die Grenzen des im Bild- und Textausschnitt Wahrnehmbaren. Am Ende steht eine gemeinsame Sequenz, ein Comicstrip, eine Audioaufnahme oder irgendwas etwas dazwischen.

Alles Gold?
So, 14. April 2019, 14–17 Uhr
Für Kinder ab 7 Jahre, Jugendliche und Erwachsene
mit Marlene Gauß und Lina Zylla

Welche Bedeutung hat Gold in unserem Alltag? Welche Bedeutung hat der Alltag in der Kunst? Und wie kann man diese beiden Fragen miteinander verknüpfen?

Der Alltag wird zu Gold – das Alltägliche wird zur Kunst. Gemeinsam mit den Künstlerinnen und Kunstvermittlerinnen Lina Zylla und Marlene Gauß betrachten wir Alltägliches neu. Lasst uns die Bedeutung der Farbe Gold beleuchten! Ihr seid herzlich dazu eingeladen, selbst Gegenstände mitzubringen, die wir in einen neuen Kontext stellen und künstlerisch transformieren.

Tönen und Wahrnehmen von Kunstwerken durch Gesang
So, 5. Mai 2019, 14–17 Uhr
Start des Museumsrundgangs um 14.30 Uhr im Studio des Lenbachhauses
Für Kinder ab 7 Jahre, Jugendliche und Erwachsene
mit Lili König und Lina Zylla

Wie können wir Kunstwerke zum Erklingen bringen? Wie übersetzen wir Gesehenes in Gesang? Wie ermöglichen uns eigene akustische Sequenzen und Gesangsübungen einen erweiterten Zugang zu künstlerischen Arbeiten?

Zu Gast ist diesmal die Sopranistin Lili König. Mit ihr und der Künstlerin Lina Zylla erkunden wir im Workshop die akustischen Herangehensweisen beim Wahrnehmen von Kunst. Unsere Stimmen werden im Chor vor ausgewählten Werken ertönen. Wir werden die Zusammenhänge von Gesang und Betrachtung erforschen und das Museum zu einem vibrierenden Klangkörper verwandeln.

Lili König hat an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main Operngesang studiert und ist freischaffend als Sängerin und Darstellerin tätig. Neben der Konzerttätigkeit leitet sie verschiedene Chöre, gibt Gesangsunterricht und arbeitet als Regieassistenz.

Von Honig, Fett und Fell – auf den Spuren von Joseph Beuys
Sa, 25. Mai 2019, 14–17 Uhr
Für Kinder ab 7 Jahre, Jugendliche und Erwachsene
mit Marlene Gauß und Steffi Müller

Was wäre, wenn ein Museum für 7000 Eichhörnchen Honig auf die Straßen Münchens pumpen würde? Welchem Werk von Joseph Beuys wollen wir besondere Aufmerksamkeit schenken? Was gerät in unseren Blick? Was fällt uns auf, was rutscht durch? Wo stehen wir als Betrachterinnen und Betrachter?

Auf den Spuren von Joseph Beuys – gemeinsam mit Stephanie Müller und Marlene Gauß – werden wir uns bestimmte Werke des Künstlers genauer anschauen und erkunden. Ausgehend von Euren Fragen und Ideen möchten wir im Studio gemeinsam arbeiten. Im Vordergrund stehen dabei künstlerische Strategien, die sich festen Formen entziehen und jederzeit hinterfragt, umgeformt oder neu angereichert werden können. Von Bildwelten aus Sand bis zum sensiblem Umgang mit Nahrung – gemeinsam lassen wir fixe Vorstellungen hinter uns und erproben flüchtige Formen.

Treffpunkt: Studio des Lenbachhauses
Kosten: 3 Euro / Person zzgl. Eintritt
Der Eintritt ist für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei.
Tickets sind an der Museumskasse im Lenbachhaus oder online erhältlich.