Maria Lassnig, Die Sanduhr, 2001

Die Sanduhr von Maria Lassnig

© Maria Lassnig Stiftung
Datierung
2001
Objektart
Gemälde
Material
Öl auf Leinwand
Maße
205 cm x 157 cm
Signatur / Beschriftung
unbezeichnet
Inventarnummer
FH 464/2010-20
Zugang
Leihnahme 2010
Creditline
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Sammlung KiCo
Zitiervorschlag / Permalink
Maria Lassnig, Die Sanduhr, 2001, Öl auf Leinwand, 205 cm x 157 cm, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Sammlung KiCo, © Maria Lassnig Stiftung
https://www.lenbachhaus.de/entdecken/sammlung-online/detail/die-sanduhr-30035593

Werktext

Maria Lassnigs künstlerisches Thema ist die Wahrnehmung und Wiedergabe von körperlichen wie seelischen Empfindungen. Selbst in ihren frühen ungegenständlichen Gemälden geht sie von subjektiven Gefühlseindrücken aus. Während ihrer Zeit in New York zwischen 1968 und 1980 wird ihre Motivauffassung realistischer und ihre Bildinhalte erzählerischer.
In ihren (Selbst-)Porträts aus den 2000er-Jahren setzt sich diese Entwicklung fort: Die Künstlerin stellt ihren nackten Körper schonungslos zur Schau und thematisiert ihr Alter sowie ihre Herkunft aus dem ländlichen Österreich. Auch behandelt sie die Beziehungen zwischen Mann und Frau – eines ihrer Lebensthemen, das bereits in ihren Zeichentrickfilmen aus den 1970er-Jahren bestimmend ist.
Lassnig begann in dieser Zeit mit dem der Pop Art nahestehenden Medium zu experimentieren. Im bewegten Bild verfolgte sie auf überzeugende Art und Weise ihre malerische Ästhetik sowie ihr Interesse an körperlichen Verformungen weiter. Ihre Kurzfilme, von denen das Lenbachhaus als einziges Museum der Welt Kopien besitzt, verhandeln Themen wie (unerfüllte) Liebe und das Altern in der für Lassnig typisch tragischen Komik.

Werkbeschriftung in der Ausstellung I'm a Believer. Pop Art und Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus und der KiCo Stiftung, 2018