Symposium

Gruppendynamik. Künstlerkollektive der Moderne

Wann:
Do, 23. April 2020, 10–18 Uhr

Foto: Maximilian Geuter

Wann:
23.04.2020 10:00

Das inspirierte Individuum und seine schöpferischen Tätigkeiten standen lange im Zentrum der Kunstgeschichte. Ab etwa 1900 lässt sich jedoch weltweit eine überraschende Fülle an Gruppenbildungen und kollektiven Prozessen beobachten. Ästhetik wurde nun als gemeinschaftliches Anliegen verstanden oder in eine kollaborative Praxis überführt. Ein Beispiel ist Der Blaue Reiter, der sich kurz vor dem Ersten Weltkrieg in München zusammenfand. Die weltweit größte Sammlung zu dieser Künstlerformation befindet sich im Lenbachhaus und ist bis heute Ansporn für eine weitgreifende Forschungs- und Ausstellungstätigkeit. Die Mitglieder des Blauen Reiter haben ihre künstlerischen, soziopolitischen und freiheitlich motivierten Anliegen immer als ein Projekt begriffen, dessen Ästhetik sich jenseits von Länder- , Geschlechter- und Genregrenzen manifestiert. Ausgehend von diesem universal gemeinten Ansatz stellt sich für uns die Frage, welche anderen oder vergleichbaren Formen der Zusammenarbeit sich innerhalb und außerhalb Europas finden lassen. Mit Hilfe von Kolleginnen und Kollegen, die vielfältige Perspektiven einbringen, möchten wir die Narration zur „modernen“ Kunst erweitern und diversifizieren. Wir erhoffen uns vom Symposium einen Austausch über gruppendynamische Prozesse und kollektive Arbeitsformen unter der Prämisse einer gemeinsamen ästhetischen Sprache über lokale und zeitliche Grenzen hinweg.

Die Ausstellung "Gruppendynamik. Der Blaue Reiter und Künstlerkollektive der Moderne" im Rahmen des Programms "Museum Global. Sammlungen des 20. Jahrhunderts in globaler Perspektive" der Kulturstiftung des Bundes eröffnet 2021 im Lenbachhaus.


Aus aktuellem Anlass kann das Symposium nicht in der ursprünglich vorgesehenen Form stattfinden, wir arbeiten jedoch daran, die Vorträge so bald wie möglich online zur Verfügung zu stellen.

 

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes