A Country Road, a Tree. Evening. Beside Knocktree looking towards Crone and Bahana, Glencree, Co. Wicklow by Gerard Byrne

© Gerard Byrne
Gerard Byrne, A Country Road, a Tree. Evening. Beside Knocktree looking towards Crone and Bahana, Glencree, Co. Wicklow, 2007

Details

  • Date
    2007
  • Classification
    Fotografie
  • Medium
    C-Print
  • Dimensions
    88 cm x 110 cm
  • Signature and inscriptions
    unbezeichnet
  • On display
    No
  • Inventory number
    G 18556
  • Acquisition
    Ankauf 2007
  • Credit line
    Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
  • Citation / Permalink
    Gerard Byrne, A Country Road, a Tree. Evening. Beside Knocktree looking towards Crone and Bahana, Glencree, Co. Wicklow, 2007, C-Print, 88 cm x 110 cm, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, © Gerard Byrne
    https://www.lenbachhaus.de/en/discover/collection-online/detail/a-country-road-a-tree-evening-beside-knocktree-looking-towards-crone-and-bahana-glencree-co-wicklow-30031125

Werktext

Die Handlung des Theaterstücks "Warten auf Godot" von Samuel Beckett entspinnt sich an einem nicht näher bestimmten Ort: "Eine Landstraße, ein Baum. Abend" – mehr Information ist der Regieanweisung nicht zu entnehmen. Diese Unbestimmtheit inspirierte Gerard Byrne zu seiner Fotoserie "A Country Road, A Tree. Evening". Der Künstler beschäftigt sich in seinen Werken – Video, Fotografie, Performance – mit der Ambivalenz von Sprache und nutzt historische Dokumente oder Literatur als Ausgangspunkt. Er interessiert sich für den Transfer von Text zu Bild und dafür, welche Bedeutungsebenen in diesem Akt der Übersetzung gewonnen werden – oder verloren gehen.
Die Fotografien entstanden in Wicklow County, einer Grafschaft im Süden Dublins, die Beckett von Ausflügen kannte. Durch präzise Angaben in den Werktiteln verortet Byrne den imaginären Raum des Theaterstücks in einem spezifischen geografischen und sozialen Kontext. Das fotodokumentarische Potenzial seiner Bilder hält er bewusst durch den Einsatz von Theaterlichtern in unwirklichen Farben in der Schwebe. In seinem Werk verschränkt sich die Scheinrealität des Theaters mit dem Realitätsanspruch der Fotografie.

Werkbeschriftung in der Ausstellung I'm a Believer. Pop Art und Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus und der KiCo Stiftung, 2018