Workshop Das Kunst- und Auktionshaus Hugo Helbing in München und seine Verbindungen zum Lenbachhaus

Zum Tag der Provenienzforschung 2024

Wann:
Mi, 10. April 2024, 10–12 Uhr

Kostenlos

Dauer:
ca. 2 Stunden

Sonstiges:

Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. Maximale Personenzahl 12 Personen. 
Information und Anmeldung über Lisa Kern, lisa.kern(at)muenchen.de 

Wann:
Mi, 10. April 2024, 10–12 Uhr

Kostenlos

Dauer:
ca. 2 Stunden

Sonstiges:

Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. Maximale Personenzahl 12 Personen. 
Information und Anmeldung über Lisa Kern, lisa.kern(at)muenchen.de 

Am 10. April, zum 6. Tag der Provenienzforschung, möchte die Provenienzforschung des Lenbachhauses an den jüdischen Kunsthändler und Auktionator Hugo Helbing (1863-1938) erinnern und in einem zweistündigen Workshop über seine Biografie, seine Arbeit und die Verbindung zum Lenbachhaus berichten.

Anlässlich des Erinnerungsprojekts des Bayerischen Rundfunks "Die Rückkehr der Namen" hat das Lenbachhaus die Patenschaft für Hugo Helbing übernommen und wird am 11. April an der Stelle des ehemaligen Auktionshauses in der Liebigstraße 21 über das Schicksal seines Geschäftsführers Hugo Helbing informieren. Mit dem Projekt wird an 1000 Münchner Bürger*innen erinnert, die während des NS-Regimes verfolgt, entmenschlicht und ermordet wurden.

Hugo Helbing eröffnete 1885 im Alter von 22 Jahren eine Kunsthandlung in München. Schon bald hatte sein Kunst- und Auktionshaus "Galerie Helbing" überregionale sowie internationale Bedeutung und war über Jahrzehnte das größte Auktionshaus in München. Nach der Machtübernahme des NS-Regimes 1933 und einer neuen Versteigerergesetzgebung geriet Hugo Helbings Geschäft schon 1934 finanziell in große Schwierigkeiten. Alle Versuche, das Geschäft zu erhalten, scheiterten. Hugo Helbing wurde in der Reichspogromnacht im November 1938 verhaftet und niedergeschlagen und starb in Folge seiner schweren Verletzungen am 30. November 1938. Sein Geschäft wurde einem komplexen "Arisierungsverfahren" unterzogen, das 1941 im Verkauf an den Münchner Galeristen Jakob Scheidwimmer mündete. Die Geschichte des Kunst- und Auktionshauses und seines Gründers wird seit einigen Jahren intensiv erforscht und die Frage nach den Verkäufen nach 1933 und deren Rechtmäßigkeit gestellt.

Das Lenbachhaus hatte seit seiner Gründung im Jahr 1925 enge Geschäftsbeziehungen zu Hugo Helbing und erwarb bis 1936 insgesamt 75 Objekte in seinem Kunst- und Auktionshaus. Einige der Werke beschäftigen die Provenienzforschung des Lenbachhauses bis heute intensiv. Im Rahmen des Workshops sehen wir uns Originale an, untersuchen die Rückseiten auf Spuren und möchten uns mit den Teilnehmer*innen über Aufgaben und Praxis der Provenienzforschung austauschen.

Mit Sarah Bock, Franziska Eschenbach und Lisa Kern (Provenienzforschung am Lenbachhaus)

Zur Anmeldung