Vermitttlung

 

 

Interaktive Führung UND anschließender Workshop im Studio

Die Roboterzeichenmaschine

Stell Dir vor, Du hast einen Roboter, der für Dich arbeitet. Was wäre, wenn Du ihm den Auftrag erteilst, eine künstlerische Zeichnung zu entwickeln? Bist Du dann die Künstlerin oder der Künstler, der dem Roboter einen Auftrag erteilt? Oder wird der Roboter selbst zum Kunstschaffenden?

In heutiger Zeit, in der Kunstwerke technisch vielfältig reproduziert werden können, ist die Frage nach der Urheber- und Autorschaft eine äußerst wichtige. So auch für den Künstler Thomas Bayrle, dessen Ausstellung wir gemeinsam erkunden. Bayrle befasst sich künstlerisch mit den Gesetzen der sozialen Organisation von Individuum und Masse, wobei er seine Bildmotive der Alltagswirklichkeit und Konsumwelt des Menschen entnimmt. Die auf Wachstum ausgerichtete Massenproduktion versteht er als einen Kreislauf, der von der Wirtschaft ausgelöst wird und diese gleichzeitig in Gang hält. Dabei betrachtet er solche Strukturen einerseits kritisch, anderseits bewusst aus der Perspektive des Konsumenten und Teilnehmers.

In dem Ausstellungsrundgang erwartet Euch ein interaktives und performatives Arbeiten, das bestimmt zum Nachdenken anregen wird. Ausgehend von gemeinsamen Fragen und Gedanken, die uns in Werkgesprächen beschäftigen, wird jede/r Einzelne im Studio des Lenbachhauses sprichwörtlich künstlerisch „aktiviert“. Im Modus einer Roboterzeichenmaschine werden wir ein serielles, aber dennoch einzigartiges Kunstwerk herstellen und dem Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit eine neue Dimension verleihen.

Wird als altersdifferenzierter Ablauf für Jahrgangsstufen 5–13 angeboten.
Dauer: ca. 2,5 Std., inklusive Pause
Materialkosten: 2,50 Euro / pro Schüler_in

Schulklassen und je zwei Lehrkräfte haben freien Eintritt

Das Formular für Ihre Anmeldung finden Sie hier.

Weitere Informationen zur Ausstellung »Thomas Bayrle« hier.