Veranstaltungen

 

 

PLAYTIME - Eine Kooperation mit Munich Re zum Thema Arbeit

Seit der Vertreibung aus dem Paradies haben sich die Künste mit dem Thema Arbeit auseinandergesetzt. Was bedeutet Arbeit heute? Welchen Stellenwert nimmt sie in unserer Gesellschaft ein und was haben Künstlerinnen und Künstler dazu zu sagen?

Arbeit ist mehr als das halbe Leben. Kaum etwas beschäftigt unsere Gesellschaften tiefgreifender als die Frage, wer arbeitet, warum, für wen und unter welchen Bedingungen. Diese Bedingungen haben sich im Zuge der fortdauernden Krisen des Kapitalismus und der damit einhergehenden Neoliberalisierung radikal verändert. Neben der Existenzsicherung verspricht Arbeit für viele Selbstverwirklichung und
Anerkennung. Nicht zuletzt deshalb hat in den letzten Jahrzehnten eine enorme Entgrenzung zwischen Arbeit und Privatleben stattgefunden. Gleichzeitig erfahren wir heute in vielen Bereichen eine zunehmende Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse und eine Entsolidarisierung mit den Menschen, deren tägliche Arbeit nicht mehr zur Existenzsicherung reicht. Wer keine Arbeit hat, scheint keine Zukunft zu haben. Mit einer Veranstaltungsreihe wollen wir das Thema Arbeit auf vielschichtige Weise diskutieren und im Frühjahr 2014 in einer Ausstellung künstlerische Positionen dazu vorstellen.

Di, 13. Mai, 19 Uhr
Georg-Knorr-Saal im Lenbachhaus
Arbeit in der Kunst – die letzten 20.000 Jahre
Ein Vortrag von Matthias Mühling


Di, 20. Mai, 19 Uhr
Georg-Knorr-Saal im Lenbachhaus
IPHONECHINA (2013)
Ein Film von Christian von Borries
Anschließend Künstlergespräch zwischen Christian von Borries und Elisabeth Giers

In China werden nicht nur sämtliche Produkte der Firma Apple hergestellt, das Unternehmen erwirtschaftet dort auch 10% seines Umsatzes. Durch die wirtschaftliche Liberalisierung erlebt die chinesische Bevölkerung zwar einen wachsenden Wohlstand, politisches Mitspracherecht bleibt ihnen jedoch verwehrt. Die Marke Apple steht für eine neoliberale Ideologie, basierend auf einer Individualgesellschaft von Besitzenden ohne gesellschaftliche Verantwortung. In seinem dokumentarischen Essayfilm erzählt Christian von Borries vom transnationalen Hightech-Kapitalismus und untersucht die Parallelen zwischen modernen Staaten und global agierenden Unternehmen.

Christian von Borries ist Musiker, Produzent und Filmemacher in Berlin. Sein Film „The Dubai in Me“ (2010) thematisiert die Diskrepanz zwischen dem Traum vom entfesselten Wachstum und unwürdigen Arbeitsbedingungen.

Trailer zu IPHONECHINA (2013)


Di, 3. Juni, 19.00 Uhr
Georg-Knorr-Saal im Lenbachhaus
Geld oder Leben!
Podiumsdiskussion zur allgemeinen Verunsicherung zwischen Kunst und Arbeit

Moderation: Susanne Ehrenfried (Kuratorin Munich Re Art Collection)
Teilnehmer: Michael Hirsch (Philosoph und Politikwissenschaftler, München), Michaela Melián (Künstlerin und Professorin an der HFBK Hamburg, München), Frank Motz (Ausstellungsmacher und Direktor der ACC Galerie, Weimar), Deborah Schamoni (Galeristin, München)

Unsere moderne Arbeitswelt mit dem Ziel der Gewinnmaximierung ist durch die Steigerung von Effizienz und Effektivität geprägt. Ist Kunst ein Heilsbringer im Kontext der Optimierungsspirale unserer Gesellschaft? Wie sieht die Wirklichkeit aus? Kann Kunst inspirieren? Macht Kunst glücklichere Mitarbeiter? Motiviert Kunst und fördert sie die Identifikation mit dem Unternehmen?


Mo, 23. Juni, 19 Uhr
AudimaxX der HFF München
Gefilmte Arbeit / Filme von Arbeit
Ein Abend mit Filmen von Studierenden der HFF
Einführung: Isa Willinger und Katrin Dillkofer

Eine Kooperation mit der Hochschule für Film und Fernsehen München
Bernd-Eichinger-Platz 1
80333 München

Achtung! Folgender Termin wurde um zwei Wochen vorverlegt:
aktueller Termin: Di, 10. Juni, 19 Uhr
Georg-Knorr-Saal im Lenbachhaus
Schöne neue Arbeit
Ein Vortrag von Nina Möntmann

Wenn wir heute über Arbeit sprechen, setzen wir meist schon voraus, dass die Arbeit der manuellen Produktion entweder von Robotern erledigt oder in Länder mit billiger Arbeitskraft ausgelagert wird. Die Qualität der Arbeit in den westlichen Industrienationen hingegen wird als zunehmend immateriell beschrieben. Nina Möntmann spricht über die Bedeutung und Struktur von Arbeit, die sich nach dreißig Jahren Neoliberalismus mit dem Markt als Organisationsprinzip von Staat und Gesellschaft radikal verändert hat. Beispielhaft geht sie auf die Entstehung des Films ‚Ein neues Produkt‘ von Harun Farocki ein, den sie kuratorisch begleitet hat und der in der Ausstellung Playtime zu sehen ist.

Nina Möntmann, Kuratorin und Professorin für „Art Theory and the History of Ideas“ am Royal Institute of Art in Stockholm.
Publikationen: Schöne Neue Arbeit. Ein Reader zu Harun Farockis Film ‚Ein Neues Produkt‘, Verlag der der Buchhandlung Walther König, Köln 2014, dt/engl; Scandalous. A Reader on Art and Ethics, Sternberg Press, Berlin 2013; New Communities, Public Books / The Power Plant, Toronto 2009.

 

Di, 10. September 2013, 19 Uhr
Georg-Knorr-Saal im Lenbachhaus
Vom Kohlenstoff zur Kunst
Produktivität als Kunstform

Ein Vortrag von Armin Nassehi, Professor für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München

In der Physik ist Arbeit das Produkt aus Kraft und Wegstrecke. Das Produkt der Arbeit ist also etwas Verrücktes – ein mit Kraft um eine Wegstrecke verrückter Körper. Dazu braucht man Energie, die dem Bewegungszustand des Körpers ein Mehr hinzufügen muss – und dieses Mehr hat die westliche Industriegesellschaft der potentiellen Energie des Kohlenstoffs entnommen. Die Kunst dagegen stilisierte sich als die unproduktive Schwester der kohlenstoffbefeuerten Verrückungen und wird mit dem Wandel der Arbeit inzwischen zur eigentlichen Produktivkraft – nicht die Kunst selbst, aber ihr Potential, ihre Fähigkeit zur Rekombination von Vorhandenem, ihr Spiel mit Verdopplungen, ihre Unfähigkeit, sich zufriedenzugeben mit der bekannten Version der Realität. Sie verrückt anders, nicht als Produkt aus Kraft und Wegstrecke, sondern als Differenz von Wirklichem und Möglichem.

Armin Nassehi ist Professor für Soziologie an der LMU München, beschäftigt sich mit Fragen der Kultursoziologie, der politischen Soziologie und einer Theorie der Moderne. Er ist zugleich als Berater und Publizist tätig und seit 2012 Herausgeber des Kursbuchs.

 

Mo, 28. Oktober 2013, 19 Uhr
AudimaxX der HFF München
Leviathan
Ein Film von von Lucien Castaing-Taylor, Véréna Paravel (USA 2012, 83 Minuten) Einführung von Diedrich Diederichsen

Eine Kooperation mit der Hochschule für Fernsehen und Film München
Bernd-Eichinger-Platz 1
80333 München

Lucien Castaing-Taylor und Véréna Paravel haben ein Jahr mit Hochseefischern an der Küste Neuenglands verbracht, um mit Hilfe dutzender, an Helmen, Masten, in Netzen oder an Deck angebrachten Kleinkameras die Arbeit auf hoher See zu porträtieren. Die anthropozentrische Perspektive wird aufgebrochen: Mensch, Natur und Maschinen prallen aufeinander und vollziehen ein universales Schauspiel, das auf Dialoge und Kommentare verzichtet. Die Bilder erzählen sich selbst. Nicht das traditionelle, emotional geprägte Verhältnis zwischen Mensch und Meer tritt in Erscheinung, sondern das Wechselspiel zwischen menschlicher und nicht-menschlicher Arbeit.

Diedrich Diederichsen war in den 80er Jahren Redakteur und Herausgeber von Musikzeitschriften, in den 90ern Hochschullehrer u.a. in Frankfurt, Stuttgart, Pasadena, Offenbach, Gießen, Weimar, Bremen, Wien, St. Louis, Köln, Los Angeles und Gainesville. 1998 - 2006 Professor für Ästhetische Theorie/Kulturwissenschaften an der Merz-Akademie, Stuttgart, seit 2006 Professor für Theorie, Praxis und Vermittlung von Gegenwartskunst am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften der Akademie der Bildenden Künste Wien. Veröffentlichungen zu Gegenwartskunst, Pop-Musik und zeitgenössischer Musik, Kino, Theater, Design und Politik.

Download Folder zur Ausstellung (PDF, 1,6 MB)

PLAYTIME — an event series on work in cooperation with Munich Re

The arts have engaged with issues of work ever since humankind was expelled from Paradise. What does work mean today? What is its status in our society, and what do artists have to say about it?
Work is half our life, or more. Virtually nothing preoccupies our society more profoundly than the questions of who works, why, for whom, and under which conditions. The persistent crises of capitalism and the associated rise of neoliberalism have radically changed these conditions. For many of us, work promises more than to secure our livelihoods: we hope to find individual fulfillment and social recognition in it. As a consequence of this and other shifts, the distinction between work and personal life has become very blurry in the past few decades. At the same time, our society is in many ways defined by increasingly precarious employment relationships and declining solidarity with people whose daily labor is no longer enough to secure the basis of their existence. Those who are out of work, it seems, are out of a future. Our event series is designed to foster discussions that will explore the complexities of labor; in the spring of 2014, we will present an exhibition of artistic positions on the same questions.

All events will be in german with the exception of

Mon, October 28, 2013, 7 pm
AudimaxX, Hochschule für Film und Fernsehen, Munich
Leviathan
A film by Lucien Castaing-Taylor, Véréna Paravel (USA 2012, 83 minutes), introduction by Diedrich Diederichsen (in German)
In cooperation with the Hochschule für Fernsehen und Film, Munich
Bernd-Eichinger-Platz 1
80333 München

Lucien Castaing-Taylor and Véréna Paravel spent a year with deep sea fishermen on the coast of New England. Using dozens of small cameras mounted to helmets and masts, in nets, and on deck, they have created a portrait of work on the high seas. The anthropocentric perspective is broken up as man, nature, and machinery clash in a universal spectacle that needs no dialogue or commentary: the images tell their own story. What comes into view is not the traditional relationship between man and ocean, a matter of deep emotions, but the interplay between human and non-human work.
In the 1980s, Diedrich Diederichsen edited and published music magazines; in the 1990s, he taught at institutions of higher education in Frankfurt, Stuttgart, Pasadena, Offenbach, Gießen, Weimar, Bremen, Vienna, St. Louis, Cologne, Los Angeles, Gainesville, and elsewhere. From 1998 to 2006, he was professor of aesthetic theory and cultural studies at the Merz-Akademie, Stuttgart, and since 2006, he has been professor of the theory, practice, and communication of contemporary arts at the Institute of Cultural Studies, Academy of Fine Arts Vienna. He has written widely on contemporary art, pop music, and the music, cinema, theater, design, and politics of the day.

 

Mo, 18. November 2013, 19 Uhr
Atrium im Lenbachhaus
Du hast mir die Pfanne versaut, du Spiegelei des Terrors
Ein Spieleabend von und mit René Pollesch und Christine Groß

„Das Schicksal des Kapitalismus ist die Ökonomie.“ Die Arbeit, die den Kapitalismus überlegen macht, braucht keine Gemeinschaft. Der Kapitalismus braucht auch keine Kommunikation. Sein einziges Korrektiv ist der Erfolg. Also setzt man sich um einen Tisch und beginnt zu spielen – ein Brettspiel, das in seiner Art an „Monopoly“ erinnert. Hier geht es nicht um die Steigerung der eigenen Kapitalkraft durch den Erwerb von Straßen, Häusern und Hotels auf Kosten der anderen, sondern allein darum, das im Spiel ausgewürfelte Begehren zum Orgasmus zu bringen. Spiel und Arbeit haben nur ein Ziel: Wer zuerst zum Orgasmus kommt, gewinnt.

René Pollesch studierte Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen. Er inszeniert seine Texte an der Berliner Volksbühne, den Münchner Kammerspielen, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Burgtheater Wien, Staatsschauspiel Stuttgart, Thalia Theater Hamburg, Schauspiel Frankfurt und am Schauspielhaus Zürich.
Christine Groß hat als Schauspielerin 1990 – 2001 mit Einar Schleef zusammengearbeitet, bei Robert Wilson und in vielen Inszenierungen von René Pollesch gespielt. Gemeinsam mit Ute Schall ist sie Autorin/Regisseurin aller Filme und Performances, die 2001-07 mit der Gruppe hangover ltd. entstanden sind.

 

Do, 28. November 2013, 19 Uhr
Georg-Knorr-Saal im Lenbachhaus
„The Elephant“ or „The Unconscious in Work Life“
Lecture in English by Sudhir Kakar, Psychoanalyst and Writer (Goa, India), Adjunct Professor of Leadership at INSEAD (The Business School for the World) in Fontainebleau

The importance of non-rational processes in organizations is being increasingly realized and is indeed at the core of the exciting new field of behavioral economics. This talk will identify some of the most important attributes of our unconscious mind, the role they play in work life, for instance when we work in teams or exercise leadership, and suggest ways in which our conscious minds can influence our negative unconscious tendencies.

Sudhir Kakar, M.A. in business economics Universität Mannheim, doctorate in economics Universität Wien, training in psychoanalysis at the Sigmund-Freud Institute in Frankfurt. In 1975 Kakar set up a practice as a psychoanalyst in Delhi, where he was also the Head of Department of Humanities and Social Sciences at the Indian Institute of Technology. He has been Senior Fellow at the Centre for Study of World Religions at Harvard, a visiting professor at the universities of Chicago, McGill, Melbourne, Hawaii and Vienna. Since 1994, he has been Adjunct Professor of Leadership at INSEAD, since February 2012, Homi Bhabha Senior Fellow, and since April 2013, Fellow at the Center for Advanced Study, Universität Köln. In February 2012, he was awarded the Bundesverdienstkreuz.

 

Fr, 13. Dezember 2013, 19 Uhr
Georg Knorr Saal im Lenbachhaus
Work Hard Play Hard
Ein Dokumentarfilm von Carmen Losmann
(D 2011, 90 Minuten)
Einführung und Diskussion mit Susanne Ehrenfried, Kuratorin Munich Re Art Collection und Matthias Mühling, Sammlungsleiter am Lenbachhaus

Der entgrenzte Wettbewerb zwischen Unternehmen und Konzernen mit dem alleinigen Ziel der Gewinnmaximierung wirkt sich unmittelbar auf die Arbeitswelt aus. Auch der Mensch selbst wird als Rohstoff betrachtet und dem Optimierungsdenken einverleibt. Carmen Losmann erkundet in ihrem Film die „neuen“ besorgniserregenden Arbeitsverhältnisse, in denen der Mensch nur in Hinblick auf seine verwertbaren, d. h. der Effizienzsteigerung dienenden Eigenschaften von Interesse ist. Für Unzulänglichkeiten und Schwächen ist dort kein Raum vorgesehen. Der Film stellt auf eindringliche Weise die Frage, was wir in unserer Gesellschaft unter Menschlichkeit und Individualität verstehen (wollen).

 

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.
Die Plätze sind begrenzt, eine Reservierung ist jedoch leider nicht möglich.

Download Faltblatt (PDF)

munichre.com/corporateart

 

Mon, November 18, 2013, 7pm
Atrium, Lenbachhaus
Du hast mir die Pfanne versaut, du Spiegelei des Terrors
(in German)
An evening of play by and with René Pollesch and Christine Groß

“Economy is the fate of capitalism.” The work that makes capitalism superior needs no community. Nor does capitalism need communication. Its only corrective is success. So we sit down around a table and begin to play—a board game that, in its own way, recalls “Monopoly.” Only this time it’s not about increasing our own financial strength at the expense of others by accumulating streets, buildings, and hotels, but only about bringing the game desires steered by the luck of the die to orgasm. Play and work share the single aim: who climaxes first, wins.
René Pollesch studied applied theater studies in Gießen. He stages his own texts at the Volksbühne, Berlin; the Kammerspiele, Munich; the Deutsches Schauspielhaus, Hamburg; the Burgheater, Vienna; the Staatsschauspiel, Stuttgart; the Thalia Theater, Hamburg; the Schauspiel, Frankfurt; and the Schauspielhaus, Zurich.
Christine Groß is an actress who worked with Einar Schleef between 1990 and 2001; she has also worked with Robert Wilson and been in many productions directed by René Pollesch. With Ute Schall, she has authored and directed all films and performances made by the group hangover ltd. between 2001 and 2007.


Thu, November 28, 2013, 7pm
Georg-Knorr-Saal, Lenbachhaus
“The Elephant” or “The Unconscious in Work Life”
A lecture in English by Sudhir Kakar, Psychoanalyst and Writer (Goa, India), Adjunct Professor of Leadership at INSEAD (The Business School for the World), Fontainebleau

The importance of non-rational processes in organizations is being increasingly realized and is indeed at the core of the exciting new field of behavioral economics. This talk will identify some of the most important attributes of our unconscious mind, the role they play in work life, for instance when we work in teams or exercise leadership, and suggest ways in which our conscious minds can influence our negative unconscious tendencies.
Sudhir Kakar, M.A. in business economics, University of Mannheim; doctorate in economics, University of Vienna; training in psychoanalysis at the Sigmund Freud Institute, Frankfurt. In 1975 Kakar set up a practice as a psychoanalyst in Delhi, where he was also the head of Department of Humanities and Social Sciences at the Indian Institute of Technology. He has been senior fellow at the Centre for Study of World Religions at Harvard and a visiting professor at the universities of Chicago, McGill, Melbourne, Hawaii, and Vienna. Since 1994, he has been adjunct professor of Leadership at INSEAD, since February 2012, Homi Bhabha Senior Fellow, and since April 2013, fellow at the Center for Advanced Study, University of Cologne. In February 2012, he was awarded the German Federal Cross of Merit.

 
Fri, December 13, 2013, 7pm
Georg-Knorr-Saal, Lenbachhaus
Work Hard Play Hard
(in German)
A documentary film by Carmen Losmann
(Germany 2011, 90 minutes)
Introduction and moderation: Susanne Ehrenfried, curator, Munich Re Art Collection, and Matthias Mühling, director of collections, Lenbachhaus

Unbridled competition between businesses and corporations whose sole goal is to maximize profits has direct consequences for the world we work in. Humankind itself is regarded as a resource and subjected to a single-minded focus on optimization. Carmen Losmann’s new film explores the “new” and alarming working conditions in which human beings are of interest only with regard to their economically valuable qualities, their ability to produce enhanced efficiency. Their situation leaves no room for shortcomings and weaknesses. The film urges us to reflect on what we as a society think humanity and individuality (should) mean.


Admission to all events is free.
Seating is limited; no reservations can be taken.

Download Folder (PDF, in German)

munichre.com/corporateart

Work Hard Play Hard - Trailer

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