Internationales Symposium der Christoph Heilmann Stiftung

Mobilität und Naturerfahrung im 19. Jahrhundert –
Landschaftsmalerei, eine Reisekunst?

Mobilität und Naturerfahrung sind zwei wesentliche Angelpunkte der Landschaftskunst im 19. Jahrhundert. Reisen in nah und fern führten nicht nur zu einer neuen künstlerischen Arbeitspraxis, sondern mit der Ölstudie auch zur Erfindung einer neuen Gattung. Mehr noch wurde die aufkommende Reiselust, wie sie etwa in dem berühmten Handbuch von Pierre Henri de Valenciennes bereits 1800 (deutsche Übersetzung 1803) propagiert wurde, zum Ideal der Aus- und Identitätsbildung des Landschaftsmalers. Der Wunsch nach Naturnähe, die Suche nach Neuem und das Bedürfnis nach künstlerischem Austausch machte die Landschaftsmalerei zu einer europäischen Kunstform par excellence. Das internationale Symposium zur Reisekunst nimmt seinen Ausgangspunkt von der Sammlung intimer europäischer Landschaften und Ölstudien der Christoph Heilmann Stiftung am Lenbachhaus. In keiner anderen Epoche unterlag der Landschaftsmaler einem solchen Mobilitätsparadigma. Ausgehend von der Romantik erweiterte sich der Radius der Künstlerreise unermüdlich: von der Wanderschaft und Kutschfahrt bis hin zur Reise per Schiff und Eisenbahn. Die städtische Atelierkunst mit ihren Überformaten fand in der Landschaftskunst ein neues Gegenmodell. Letztere tendierte zur Mobilität und Intimität. Im „paysage intime“ erhielt sie ihre später im Impressionismus aufgehende Formulierung.

Das vollständige Programm finden Sie hier.

Eintritt frei
Keine Anmeldung erforderlich

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