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Lea Lublin -  Retrospective -  Begleitprogramm

SCREENING: Do, 10. September 2015, 19 Uhr, Kunstbau

What's Next? Aktuelle Videoarbeiten

Das letzte Screening anlässlich unserer Ausstellung LEA LUBLIN – Retrospective stellt aktuelle Videoarbeiten vor, deren Methoden und Anliegen in einem produktiven Verhältnis zu Lublins Werk stehen:

Tala Madani
Apple Tree (Apfelbaum), 2007, 2:36 Min.
Music Man, 2009, 1:20 Min.
Hospital (Krankenhaus), 2009, 0:45 Min.
Headbug (Insektenkopf), 2009, 0:58 Min.

Das Werk der 1981 in Teheran geborenen und Los Angeles lebenden Malerin Tala Madani verbindet schwarzen Humor mit einer spielerischen Offenlegung der geschlechtsspezifischen Machtstrukturen im malerischen Genre. In ihren Animationen, denen mehrere tausend Malereien zugrunde liegen, vollziehen Madanis männliche Protagonisten die absurden alltäglichen Rituale ihres oftmals gewalttätigen und lächerlichen Daseins.


Cindy Hinant, Summer Hit 2014, 2014, 0:18 Min.
In diesem kurzen Video stellt Cindy Hinant (geb. 1983) Bilder aus einem Musikvideo der Popsängerin Ariana Grande’s jenen eines Bombardements im Gaza-Streifen gegenüber. Der lakonische Titel der Arbeit – Summer Hit – der sich sowohl auf den seichten Sommer-Ohrwum als auch auf den Bombenangriff anwenden lässt, betont die Gleichförmigkeit und Austauschbarkeit virtuell rezipierter Informationen.

Cindy Hinant, Grids Gone Wild: Tight Blonde Flashes Her Tight Body (Raster ausser Rand und Band: Dralle Blondine zeigt ihren drallen Body), 2014, 3:04 Min.
Auf dem Bildschirm: eine abstrakte computergenerierte Malerei; im Hintergrund: der Ton einer Episode der Internetserie Girls Gone Wild. In Girls Gone Wild verlieren junge attraktive Frauen vor der Kamera plan- und regelmäßig ihre Fassung (und Kleidung). In der Episode, die Hinant hier verwendet, hören wir, wie ein Kameramann eine „widerwillige Blondine“ dazu überredet, sich vor der Kamera zu entblößen. Der Kontrast zwischen der reduzierten und monotonen Ästhetik und der schlüpfrigen Natur des Dialogs, verstärkt die Künstlichkeit und Sterilität des vorgeblich 'erotischen' Austausches zwischen Voyeur und Sexobjekt. 

Cindy Hinant, The Kissy Girls, 2006, 3:16 Min.
The Kissy Girls – so hieß die Gang, die Hinant's damals 11-jährige Schwester an ihrer Schule ins Leben gerufen hatte. Die Widersprüche, Träume und Abgründe der „girl culture“, der Lebensweise von Mädchen im Teenageralter, ist ein Thema, das Hinant fasziniert. Ihre jüngere Schwester, die in mehreren Projekten der Künstlerin auftaucht, ist für die Künstlerin ein Spiegel ihres eigenen, jüngeren Selbst.

Jonathas de Andrade, Pacifico (Pazifik), 2010, 12 min.
In Pacifico nutzt der Brasilianische Künstler Jonathas de Andrade Stop-Motion-Technik, um sich eine geografische Eskalation des unterschwelligen Dissens zwischen Bolivien und Chile auszumalen. Ein verheerendes Erdbeben in der Andenregion führt dazu, dass Chile – dem Südamerikanischen Kontinent entrissen – zu einem Inselstaat wird. Dieser Fiktion stellt de Andrade Propagandafilme der repressiven und faschistoiden Chilenischen Militärregierung unter Augusto Pinochet gegenüber und schafft derart eine Parabel auf das ideologische Wesen des Geschichts- und Wahrheitsbegriffes. 

Einlass und Möglichkeit zur Ausstellungsbesichtigung jeweils ab 18.30 Uhr
Der Eintritt zur Veranstaltung und Ausstellung ist frei.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.