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1914 – 1918. Kriegsjahre und künstlerische Realitäten in München

Der Erste Weltkrieg und seine Folgen für die Gesellschaft und die Kunst sind das Thema einer gemeinsamen Führungsreihe von Pinakothek der Moderne und Lenbachhaus. Die Kunstvermittler Angelika Grepmair-Müller und Felix Billeter stellen monatlich abwechselnd Werke beider Museen unter besonderen thematischen Aspekten vor. Die sammlungsübergreifenden Führungen bieten die Möglichkeit, inhaltliche Fäden zwischen den Kunstwerken, aber auch den beiden Museen und der Geschichte ihrer Sammlungen zu spannen. Neben dem Herstellen der historischen Bezüge soll ein gemeinsames Gespräch über die heutige Wahrnehmung stattfinden. Die Führungen beginnen jeweils mit einer kurzen Einführung.

Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos (zuzüglich Eintritt: Pinakothek der Moderne 10€, erm. 7€, Lenbachhaus 10€, erm. 5€).
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen beschränkt.
Anmeldung ab eine Stunde vor Beginn an der Information (Pinakothek) oder an der Kasse (Lenbachhaus).

Freitag, 12. September 2014, 16.00 Uhr
Lenbachhaus
Mit Felix Billeter, Kunsthistoriker
Heimatfront. Arbeiter und Künstler nach dem Krieg
Das Thema der Heimatfront sowie die unmittelbaren Auswirkungen nach Ende des Weltkrieges werden am Beispiel einer Künstlerfreundschaft aufgerollt und nachvollziehbar gemacht. Der Maler Georg Schrimpf war in der Weimarer Zeit ein Vertreter der „Neuen Sachlichkeit“, während der ehemalige Bäckergeselle, Gelegenheitsarbeiter und Kriegsverweigerer Oskar Maria Graf heute als anerkannter bayerischer Schriftsteller gilt.

Samstag, 11. Oktober 2014, 11.00 Uhr
Pinakothek der Moderne
Mit Angelika Grepmair-Müller, Kunstvermittlerin
Der industrielle Krieg. Die Sprache der Technik in der Kultur

Donnerstag, 13. November 2014, 18.30 Uhr
Pinakothek der Moderne
Mit Felix Billeter, Kunsthistoriker
Verlorene Generation? Der Krieg und die Vorraussetzungen für künstlerischen Erfolg
Vor allem Graf war – wie viele andere Schriftsteller (Rilke) und Bildende Künstler (Klee) auch – in den revolutionären Ereignissen der Bayerischen Räterepublik involviert. Die Beteiligung an dem im Mai 1919 gescheiterten Revolutionsversuch stellte für die Münchner Moderne der Zwanziger Jahre eine schwere Hypothek dar: Sie stand unter dem Generalverdacht des politischen Ungehorsam.Erich Maria Remarque hat in seinem 1929 erschienenen Besteller „Im Westen nichts Neues“ das Lebensgefühl einer ganzen Soldatengeneration beschrieben, Gertrude Stein hat den Begriff „Lost Generation“ für die vielen nach dem Weltkrieg ausgewanderten amerikanischen Schriftsteller geprägt. Heute wird in der Kunstgeschichte der Ausdruck „Verlorene Generation“ in einem engeren Sinne für die um 1900 geborenen Maler und Bildhauer verwendet. In der letzten von vier Führungen zum Ersten Weltkieg soll anhand von Texten und entsprechenden Bildern im Museum die Verlorenheit dieser Künstler thematisiert werden. Die Diskussion verdichtet sich in der Frage, wie Künstler, die als Kinder oder Jugendliche einen Weltkrieg erleben mussten, ihre Traumata bewältigten und in Kunst verwandelten.

Freitag, 12. Dezember 2014, 16.00 Uhr
Lenbachhaus
Mit Angelika Grepmair-Müller, Kunstvermittlerin
Zurück zur Ordnung! Reaktionen auf die Kriegstraumata

1914/2014 Die Neuvermessung Europas
Weitere Veranstaltungen in München von März bis Dezember 2014. Ein Programm von über 65 Partnern, koordiniert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München anlässlich des Kriegsausbruchs vor hundert Jahren. Für die Inhalte der Beiträge sind die Veranstalter verantwortlich.

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