Der Blaue Reiter

 

 

AUGUST MACKE

August Macke (1887 – 1914) unternahm nach einem Studium an der Düsseldorfer Akademie 1907 eine erste Reise nach Paris, wo die Begegnung mit dem Impressionismus ihn in seiner Neigung zu einer sinnlichen, farbigen Gestaltung der Wirklichkeit bestärkte. Erst 22-jährig, heiratete er 1909 Elisabeth Gerhardt, die Nichte des wohlhabenden Berliner Fabrikanten Bernhard Koehler, und ließ sich mit ihr für ein Jahr am Tegernsee nieder. In München lernte er 1910 Franz Marc kennen und schloß mit ihm enge Freundschaft. Obgleich Macke 1911 nach Bonn zurückkehrte, gehörte er durch die Vermittlung von Franz Marc zum engen Kreis des ›Blauen Reiter‹, lieferte Beiträge für den Almanach und beteiligte sich an allen Ausstellungen der Gruppe. Dem Mystischen und »Geistigen« in der Kunst von Kandinsky und Marc stand er jedoch eher distanziert gegenüber, für ihn war Malen ein kreatives Umgestalten der Natur, die er mit leuchtenden Farbeinheiten im Bild neu aufbaute. Das Themenspektrum seiner Gemälde blieb stets am Gegenstand orientiert, seine Sujets sind Porträts, Stillleben, aber auch Motive des zeitgenössischen Stadtlebens wie Spaziergänger im zoologischen Garten oder beim Schaufensterbummel. 1913 zog Macke für acht Monate an den Thuner See in die Schweiz. Im April 1914 unternahm er zusammen mit Paul Klee und Louis Moilliet die legendäre Tunisreise, von der er eine Fülle von Aquarellen mitbrachte. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs meldete er sich zum Kriegsdienst und fiel schon wenige Wochen später an der französischen Front.

Bitte beachten:

Die beiden Werke "Blaues Pferd I" von Franz Marc sowie "Türkisches Café" von August Macke werden aufgrund von Umbauarbeiten vom 12.1.2015 bis 28.1.2015 nicht zu sehen sein. 

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