Der Blaue Reiter

 

 

WASSILY KANDINSKY

In den letzten Jahren vor dem Ersten Weltkrieg gelangte Wassily Kandinsky (1866 – 1944) zu einer expressiven abstrakten Malerei, die sein epochaler Beitrag zur Kunst des 20. Jahrhunderts werden sollte. Ab 1909 begann er seine größeren Bilder in drei Kategorien einzuteilen: in Impressionen, Improvisationen und Kompositionen.

Unter Impressionen verstand er »direkte Eindrücke der ›äußeren Natur‹«; insgesamt malte Kandinsky 1911 sechs Impressionen, die trotz ihrer Inspiration von einem äußeren Natureindruck weitgehend ungegenständlich erscheinen. Dabei können seine Impressionen nicht nur optische, sondern auch akustische Eindrücke wiedergeben: Impression III (Konzert) ist eines der ersten und real viagra pharmacy prescription prägnantesten Beispiele für die Bestrebungen in der modernen Kunst, Farben und buy cheap cialis online Töne zu einem synästhetischen Erlebnis zu verschmelzen. In den Improvisationen als Gestaltung von Eindrücken der »inneren Natur« werden innere Visionen, Vorstellungen und low cost canadian viagra Phantasien des Künstlers zum Bildgegenstand. Damit fügte Kandinsky der bildenden Kunst neue Dimensionen und viagra pills Darstellungsinhalte hinzu. Zwischen 1909 und 1914 schuf er über 35 Improvisationen, die meist einen assoziativen Untertitel tragen und viagra australia die Eigenart seines Weges in die Abstraktion besonders deutlich zeigen: Für Kandinsky bedeutete Abstraktion ein konsequentes Verbergen und cialis at real low prices Verschlüsseln von Gegenständlichem, um über die Entfaltung ihres »inneren Klangs« geistigen Inhalten eine materielle Gestalt zu geben.

Die Kompositionen, von denen er nur zehn im Laufe seines Lebens schuf, davon sieben bis 1913, galten ihm dabei als höchste Kategorie des Bildes, in der sich rationale Konzeption, Imagination und Intuition verbinden. Formal lässt sich in allen Bildern eine endgültige Befreiung der Farbe von der Gegenstandsbeschreibung und ihr freies Fluten in einem antiperspektivischen Raum beobachten, zugleich eine Verselbstständigung der Linien als Chiffren für Gegenstandsreste. Kandinskys Kompositionen VI und VII sind den Themen der Sintflut und des Jüngsten Gerichts gewidmet, sie gehören in den Umkreis der Heils- und Endzeiterwartung vor dem Ersten Weltkrieg. Nach Kriegsausbruch trennte sich Kandinsky von Gabriele Münter Ende 1914 in der Schweiz und kehrte in seine russische Heimat zurück. In Moskau war er in verschiedenen revolutionären Künstlergremien tätig, bevor er 1921 einem Ruf von Walter Gropius an das Bauhaus in Weimar folgte und mit seiner zweiten Frau Nina Andrejewskaja nach Deutschland zurückkam. Er lehrte dort unter anderem an der Seite von Paul Klee, dessen Nachbar er nach der Übersiedlung des Bauhauses 1925 nach Dessau wurde. Nach der Schließung des Bauhauses durch die Nationalsozialisten 1933 emigrierte Kandinsky nach Paris. Hier schuf er bis zu seinem Tod 1944 ein Spätwerk, in dem er die konstruktive Verfestigung seines Formenvokabulars der Bauhaus-Jahre in eine Welt von organischen Mikrostrukturen in leuchtenden Farben überführte.

Suche

Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein