Vorlesungsreihe
Perspectives in Plural

Lenbachhaus, Georg-Knorr-Saal 2. Juli 2018, 18:30 UHR

 

Perspectives in Plural
Pascale Obolo, Paris: Decolonize architecture now: Occupy Schloss von Puttakamer
2. Juli 2018, 18.30–20 Uhr
Lenbachhaus, Georg-Knorr-Saal

Die Vorlesungsreihe untersucht, wie eine Vielzahl von Perspektiven, hervorgerufen durch die Diversität von kulturellen, nationalen und sozialen Erfahrungen, wie sie etwa für Künstlerkollektive wesentlich ist, zu immer neuen, sich permanent verändernden Identitätsentwürfen führt, die nicht länger an die Idee eines Nationalstaats gebunden sind. Was können wir von transnationalen Künstlergruppen wie dem Blauen Reiter in Zeiten eines wiedererstarkten, sich auf eine eindeutig abgrenzbare nationale Identität berufenden Populismus lernen? Oder weiter gefasst: In welcher Verbindung steht die Kunst zu Prozessen der Identitätskonstruktion?

Künstlerische und architektonische Projekte der Gegenwart, wie beispielsweise das Berliner Humboldt Forum, symbolisieren das Dilemma, dass Identität häufig als an eine Form nationaler Zugehörigkeit gebunden erscheint. Allerdings werden die Perspektiven von nicht-westlichen Minderheiten ohne ein Bewusstsein für Identitätspolitik weiterhin an den Rand gedrängt. Wie kann man sich ein Museum, das verschiedene Blickwinkel zulässt, vorstellen? Ist es möglich, dass Identität gleichzeitig global und lokal sein kann?

Organisiert vom Lehrstuhl Theorie und Geschichte für Architektur, Kunst und Design der TU München / Mit freundlicher Unterstützung der Fakultät für Architektur der TU München und der Kulturstiftung des Bundes

in Englisch
Eintritt frei

Weitere Informationen zur Vortragsreihe finden Sie hier.