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MUNICH RE - Kooperation im Bereich der zeitgenössischen Kunst

Von 2014 bis 2017 ging die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München eine Partnerschaft mit der Versicherungsgruppe Munich Re ein. Den Beginn machte die Ausstellung und Vortragsreihe »Playtime«, zweiter Schritt war die Sammlungspräsentation »So ein Ding muss ich auch haben« und den Abschluss bildete die Gruppenausstellung »Favoriten III. Neue Kunst aus München«.

Das Lenbachhaus freut sich, dass Munich Re sich in München für die Präsentation und Vermittlung von zeitgenössischer Kunst engagiert. Die Kuratoren beider Institutionen arbeiteten inhaltlich zusammen und entwickelten verschiedene Ausstellungs-, Lehr-, Publikations- und Veranstaltungsformate am Lenbachhaus, die Munich Re substantiell unterstützte.

Als Bestandteil der Partnerschaft mit Munich Re wurde eine wissenschaftliche Stelle geschaffen. Das »Munich Re-Volontariat zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses« wurde für die Dauer von drei Jahren als Modellversuch eingerichtet, um die Lücke zwischen akademischer Ausbildung und beruflicher Anforderung zu schließen. Für diesen Zeitraum wurde eine Geisteswissenschaftlerin gleichzeitig am Lenbachhaus und in der Munich Re Art Collection ausgebildet. So ergab sich die einzigartige Möglichkeit, sowohl eine traditionelle Kunstinstitution öffentlicher Trägerschaft als auch ein Unternehmen und seine Kunstsammlung kennenzulernen.

Gemäß dem Leitbild des Lenbachhauses und dem Corporate Citizenship-Konzept von Munich Re lag der Schwerpunkt auf Projekten, die sich der Vermittlung von zeitgenössischer Kultur widmen und gesellschaftlich relevante Fragestellungen kritisch diskutieren. Wichtig war den Partnern hierbei, dass in der Projektentwicklung das Neue und Bewegende Vorrang vor der allgemeinen Akzeptanz hat. Die Inhalte wurden intensiv und nachhaltig vermittelt und die angeregte Diskussion mit dem Publikum dezidiert gefördert.

Die Kunstsammlung von Munich Re und die des Lenbachhauses mit ihren Sammlungsschwerpunkten im 19. Jahrhundert, der Klassischen Moderne und der Nachkriegs- und zeitgenössischen Kunst weisen vielfältige Parallelen auf. Zum Auftakt der Kooperation und als symbolische und sichtbare Geste tauschten daher das Lenbachhaus und Munich Re Kunstwerke mittlels gegenseitiger Leihgaben.

Das Lenbachhaus erhielt aus der Munich Re Art Collection Rudolf Bellings Bronze-Plastik »Dreiklang« von 1919 (Guss von 1969/70). Belling schuf mit dem »Dreiklang« die erste nicht figürlich-abstrakte Skulptur im deutschsprachigen Kulturraum und stand damit an der Spitze der Avantgarde. Mit dieser Leihgabe wurde unsere Sammlung von Werken Bellings über die figürlichen Arbeiten hinaus durch die erste abstrakte Plastik ergänzt. Sie ist für das Lenbachhaus, das der Abstraktion im Sinne Kandinskys verpflichtet ist, ein großer Gewinn.

Im Gegenzug erhielt Munich Re als Leihgabe die »Capri-Batterie« von Joseph Beuys. Als Multiple ist sie Ideenträger und Objekt, das durch den seriellen Charakter einen größeren Kreis von Menschen erreicht und gleichzeitig für den Fluss der Energien steht.

Die Kooperation zwischen Munich Re und dem Lenbachhaus setzt sich in der Ausstellungsreihe »STARTUPART« fort, die 2016 initiiert wurde.

Termin
20
10
2017

Themenführung
»Der Blaue Reiter«
Mit der MVHS

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