|
|
|
FOSTER + PARTNERS: WORKING WITH HISTORY
25. Okt. 2008 - 22. Febr. 2009, verlängert bis 8. März 2009
dienstags bis sonntag geöffnet bis 22.00 Uhr
EINE AUSSTELLUNG ANLÄSSLICH DES UM- UND AUSBAUS DER STÄDTISCHEN GALERIE IM LENBACHHAUS
Die Städtische Galerie im Lenbachhaus wird ab Frühjahr 2009 nach Plänen des internationalen Architekturbüros Foster + Partners neu- und umgebaut sowie erweitert. Aus diesem Anlass zeigt das Lenbachhaus in einer Ausstellung den Entwurf für die Städtische Galerie und andere Projekte, die sich ebenfalls mit den Themen Geschichte und Kultur auseinandersetzen.
Norman Foster zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Architekten. Er ist Chairman und Gründer von Foster + Partners mit Hauptsitz in London und Büros in der ganzen Welt. Seit über vier Jahrzehnten ist das Büro führend in seiner auf Nachhaltigkeit zielenden Herangehensweise an Architektur und Ökologie. Dabei deckt es ein breites Spektrum ab, das von Stadtplanung, Verkehrsprojekten, Flughäfen, öffentlichen Gebäuden, Kulturbauten, Büro- und Industriegebäuden bis hin zu Privathäusern und Produktdesign reicht.
Eines der ersten Gebäude von Foster + Partners in Deutschland war der 1997 fertiggestellte Commerzbank-Tower in Frankfurt am Main – das erste umweltverträgliche Hochhaus und gleichzeitig das höchste Gebäude in Europa. Im Jahr 1999 war das Büro verantwortlich für den Umbau des Reichstags in Berlin. Die Bedeutung als Parlamentssitz, die freie öffentliche Zugänglichkeit, der einfühlsame Umgang mit der Geschichte und die konsequent umweltfreundliche Bauweise ließen den Reichstag schnell zu einem Symbol für die Bundesrepublik Deutschland werden. Die Ausstellung zeigt, dass Foster + Partners bereits mehrfach in historischem Bestand geplant haben. Bei allen Projekten wurden dabei stets die Stärken und der Charakter des Bestehenden betont, gleichzeitig immer auch etwas Neues und Eigenständiges geschaffen.
Im Frühjahr 2008 hat der Stadtrat der Landeshauptstadt München die Realisierung der Sanierungs-, Um- und Neubaumaßnahmen nach den Plänen von Foster + Partners beschlossen und dafür Mittel in Höhe von € 56,2 Mio. bereitgestellt. Für das Lenbachhaus in München haben Foster + Partners einen würdigen, behutsamen Anbau an die historische Villa Franz von Lenbachs entworfen. Durch einen neuen Zugang vom und eine Öffnung zum Königsplatz erhält das Museum eine stärkere Anbindung an den Stadtraum. Ursprünglich als Privathaus, später für wenige zehntausend Besucher pro Jahr als Museum ausgelegt, werden heute im Jahresdurchschnitt über 200.000 Besucher gezählt, in Spitzen auch 400.000. Dass dies nicht mehr über die Freitreppe durch den historischen Garten allein möglich ist, erscheint evident. Die Besucher erreichen das Haus, das bisher verwinkelt und auf recht unterschiedlichen Niveaus in den Etagen zugänglich war, nach den Plänen der Architekten barrierefrei, das heißt auf einer Ebene. Sie betreten eine Halle, die entstanden ist, nachdem die verwirrenden Bauteile rund um die Lenbachsche Villa abgetragen wurden. Diese großzügige Lobby übernimmt die Funktion des Empfangs und der Verteilung zu den verschiedenen Sammlungs- und Ausstellungsräumen, die sich nun klar gegliedert im 1. Obergeschoss und der neu gewonnenen 2. Etage befinden. Ein neues Leitsystem und die Energieplanung werden es ermöglichen, den Besuchern die Kunstwerke unter bestmöglichen Bedingungen zu präsentieren. Ferner schließen an die Halle die Serviceeinrichtungen wie Vortragssaal, Lesesaal der Bibliothek, Museumsladen und Café, Bar und Restaurant an. Dieser Bereich soll auch außerhalb der Öffnungszeiten des Ausstellungsbetriebs zugänglich bleiben.
Zur Ausstellung erscheint ein Faltblatt in deutscher und englischer Version.
Kuratoren: Helmut Friedel, Spencer de Grey, Katy Harris
Bildunterschrift:
Simulation © Foster + Partners, 2008
|