Wiedereröffnung Mai 2013

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus, die in der Künstervilla Franz von Lenbachs beheimatet ist, gründet ihren Ruf als international bedeutendes Museum auf eine der weltweit größten Sammlungen von Werken des »Blauen Reiter«, in der u.a. Werke von Paul Klee, Wassily Kandinsky, Franz Marc, August Macke, Gabriele Münter und Alexej Jawlensky vertreten sind. Neben diesem Sammlungsschwerpunkt, zeigt das Lenbachhaus Münchner Malerei des 19. Jahrhunderts. Mit dem Erwerb der Arbeit »Zeige deine Wunde« (1974 – 75) von Joseph Beuys entwickelte sich ein dritter Sammlungsschwerpunkt, die internationale Gegenwartskunst, ein inzwischen umfangreicher Bestand repräsentativer Werke und Werkgruppen u.a. von Gerhard Richter, Sigmar Polke, Anselm Kiefer, Andy Warhol, Dan Flavin, Richard Serra, Ellsworth Kelly, Jenny Holzer, James Turrell, Jeff Wall, Rupprecht Geiger, Günter Fruhtrunk, Christian Boltanski, Lucio Fontana, Thomas Demand oder Olafur Eliasson.

Die Renovierung sowie die Um- und Neugestaltung des Lenbachhauses wird seit Frühjahr 2009 ausgeführt. In einem europaweiten Auswahlverfahren wurde das Büro Foster + Partners mit der Entwicklung eines Sanierungskonzeptes und dem Entwurf der Umgestaltung entsprechend den gewandelten Anforderungen des Museums beauftragt. Im Frühjahr 2008 hat der Stadtrat der Landeshauptstadt München die Realisierung der Maßnahmen nach den Plänen von Foster + Partners beschlossen und dafür Mittel in Höhe von Euro 59,4 Mio. bereitgestellt. Die Wiedereröffnung der Villa ist für Mai 2013 geplant.

Danach wird die Städtische Galerie im Lenbachhaus buchstäblich in neuem Licht erstrahlen, denn die Firma OSRAM hat in enger Zusammenarbeit mit dem Lenbachhaus, dem Baureferat der Stadt München sowie dem Künstler Dietmar Tanterl eine für den Museumsbereich wegweisende Ausstellungsbeleuchtung entwickelt: Künstliche Beleuchtung, die sich kaum vom Tageslicht unterscheidet, die konservatorischen Anforderungen in höchstem Maß erfüllt und neue Gestaltungsmöglichkeiten durch variable Lichtfarben eröffnet. Damit wird das Lenbachhaus nach der Generalsanierung in seinen Ausstellungsräumen neue Qualitätsstandards für die museale Beleuchtung in Kunstmuseen setzen. Es ist deutschlandweit das erste Museum, das die zukunftsweisende LED (Lichtemittierende Dioden)-Technologie so umfassend einsetzen wird.

Neben der Villa aus dem 19. Jahrhundert, dem Kernstück des Museums, entstand Anfang der 1990er Jahre der unterirdische Kunstbau. Eine moderne Ausstellungshalle im Zwischengeschoss des U-Bahnhofes Königsplatz, die in ihren Ausmaßen von 120 Meter Länge auf 14 Meter Breite dem darunter liegenden U-Bahnhof entspricht. In dem vom Münchner Architekten Uwe Kiessler umgebauten Ausstellungsraum finden Ausstellungen von der Klassischen Moderne bis hin zu aktuell diskutierten Künstlern statt.

Wichtiger Hinweis für Gruppen und Führungen im Neuen Lenbachhaus: Gruppen sind ab Juli 2013 im Neuen Lenbachhaus zugelassen. Eine Anmeldung ist über unsere Website unter dem Navigationspunkt “Tickets” sowie per Email unter fuehrungen-lenbachhaus(at)muenchen.de möglich.