von Jonas Münch.

Begreift man das Lenbachhaus als einen Speicher von Wissen und Kultur, der im Format eines Museums institutionalisiert ist, ist damit eine konkrete Verantwortung gegenüber „Gesellschaft“ im Allgemeinen und dem/der Museumsbesucher/in im Speziellen verbunden. Dieser gilt es in allen Instanzen der Museumsarbeit – nach innen und nach außen hin – zu begegnen.

Gleichermaßen wie das Museum ein Speicher von Wissen ist, fungiert es als Generator dieses Wissens – bringt es als solches erst mit hervor. Damit hat das Museum eine wesentlich aktivere Rolle inne als die Funktionsbeschreibungen „Vermitteln, Bewahren und Zeigen“ dies vermuten lassen.

Das Lenbachhaus sollte eine Institution sein, in der öffentlich und ergebnisoffen über Mechanismen der Kulturerzeugung nachgedacht und diskutiert wird und die permanente diskursive Selbstbefragung zu den Kernanliegen gehört.

Das eigene Selbstverständnis darf nicht allein über bestehende ökonomische, architekturale und soziale Übereinkünfte legitimiert und reproduziert werden. Subtexte müssen zu Texten werden.

Die Ausstellung Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit kann durchaus als Schritt in diese Richtung angesehen werden.

Jonas Münch ist Teilnehmer des Hauptseminars „Im Bauch des Museums“ am Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilian-Universität München (Prof. Dr. Burcu Dogramaci).

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