von Esther Rapoport.

Rekonstruktion und Ergänzung zweier Metallknöpfe am Schmuckrahmen Franz von Stucks.

Zu den Projekten, die im Rahmen der Ausstellung „Kunst ist schön…“ durchgeführt werden, zählt die Bearbeitung des Schmuckrahmens, der das Doppelportrait Franz von Stucks „Franz und Mary von Stuck“ ziert. Der Rahmen wurde vom Künstler selbst gestaltet. Auf dem dunklen, polierten Furnier sind kupferhaltige Metallornamente appliziert, aus deren Vertiefungen das blaugrüne Korrosionsprodukt hervorleuchtet. Ursprünglich befanden sich in jeder Ecke jeweils zwei Knöpfe. Heute fehlen zwei der insgesamt acht Knöpfe, die sich am unteren Rahmenschenkel jeweils rechts und links befunden haben. Lediglich die beiden Nägel, die der Befestigung dienten, sind noch vorhanden.

Im Zuge der Ausstellung konnten die fehlenden Knöpfe rekonstruiert werden. Dafür wurde ein Silikonabguss von einem der originalen Knöpfe angefertigt. Die Silikonform wurde mit einer Kittmasse aus einem Gemisch aus Kreide, Gips und Leim ausgefüllt. Die fertig ausgehärtete Knopfform wurde abschließend mit wässrigen Farben bemalt und mit einem Harzüberzug versehen. Die beiden Knöpfe sehen täuschend echt aus. In Kürze werden sie mit den originalen Nägeln reversibel am Rahmen befestigt.

Esther Rapoport ist Diplom-Restauratorin mit Spezialisierung auf Gemälde und moderne Materialien.

4 Gedanken zu “Aus der Restaurierungswerkstatt II

  1. war vergangenen samstag im kunstbau,hocherfreut! hat richtig spaß gemacht, die originale sozusagen vorm auftritt bewundern zu dürfen, auch die dokumentationen und die werkstättenbereiche – wenn auch leider im schlafzustand.
    2 fragen: die 4 zierknöpfe am ausgestellten doppelportait von lenbach, waren die original, oder z.t. schon ergänzt? und oben in der mitte des rahmens, was fehlt dort?
    die zweite frage: wie ist bitte der namen der künstlerin (gest.1960)- wunderbares lichterfülltes großes selbstportrait, das 1935 erworben worden war?

    besten dank und gruß
    b.hafer

  2. Liebe Frau Hafer,
    vielen Dank für Ihr Interesse! Die vier genannten Zierknöpfe sind Originale, in der Mitte des Zierrahmens fehlt ein größeres Emblem (ein Medusenkopf), das ebenfalls nachgebildet wird. Dies wird jedoch ein wenig länger dauern, da wir nur eine Abbildung als Vorlage haben.
    Das Selbstporträt, das Sie meinen, ist Emilie von Halavanya. Sie finden seit heute einen Blogeintrag zu diesem Werk, da es aktuell ein “Favorit” unserer Besucher ist:
    Herzlichen Gruß
    J. Gaertner

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