von Mirja Reuter und Florian Gass.

Szene 1: Wir sehen ein Gemälde des Münchner Rathauses am Marienplatz. Im Vordergrund die Mariensäule. Auftritt zwei Katzen
Katze A: Hey, wo sind denn alle Leute hin?
Katze B: Keine Ahnung, woher soll ich das wissen?
Katze A: Mann, es ist fast Mittag, normalerweise müsste dieser Platz hier voller Leute sein.
Katze B: Ich hol mal ne‘ Zeitung
Katze B kommt mit einer Zeitung zurück, die Schlagzeile lautet: Heute Weltuntergang, darunter ein Bild von Lars von Trier’s Film Melancholia.
Hier, da steht’s: Heute ist Weltuntergang.
Katze A: Oh Mist, das haben wir wohl verschlafen, wann geht es denn los?
Katze B: Hier steht um 12 Uhr.
Katze A: Aber das ist ja jetzt!
Mit lautem Geräusch landet ein Ufo.

Szene 2: Auftritt Alienkatze
Alienkatze: Hey ihr! Kommt schnell mit in unser Raumschiff, es schlägt gleich ein Komet ein und macht alles kaputt!
Die zwei Katzen folgen der Alienkatze ins Ufo.
Ufo ab, im gleichen Moment rauscht ein Komet von oben herab, Nebel, Vorhang.

»Die Katzen, die den Weltuntergang verschlafen haben« ist eine Figurentheaterwerkstatt für Kinder und Jugendliche, die das Entwickeln eigener Geschichten und deren Umsetzung auf einer kleinen Bühne ermöglicht. Vom 21. Juli bis zum 16. August wird die Werkstatt im Garten des Münchner Lenbachhauses als Teil der Veranstaltungsreihe FACTS & FICTION. Katastrophenbilder und Zukunftsszenarien zu Gast sein. Die Stücke werden ihre Protagonist_innen in die Katastrophe führen und hoffentlich auch wieder heraus. Aus dem angegliederten Fernsehstudio können Live-Szenen auf die Bühne übertragen werden und mit den Figuren dort in Dialog treten. Als Erzählmaschine für den öffentlichen Raum hat die mobile Figurentheaterwerkstatt schon im Berliner Brunnenviertel Halt gemacht. Das allererste Stück auf dieser Bühne, aber wurde von Kindern in der Kinder- und Jugend-Kulturwerkstatt Pasinger Fabrik entwickelt und ist Namensgeber für alle weiteren Veranstaltungen.

Szene 3: Im Inneren des Raumschiffs, ein Cockpit ist zu sehen, in der Mitte ein riesiger Napf Katzenfutter. Katze A, Katze B, zwei weitere Alienkatzen, die das Raumschiff steuern
Katze A: Super, dass ihr uns gerettet habt, ich wusste gar nicht, dass es Ufos und Aliens gibt.
Alienkatze: Aber sicher gibt es uns.
Katze B: Ich finde es voll cool hier!
Alienkatze: Kommt lasst uns eine Party feiern.
Lichtwechsel: Schwarzlicht. Das Bühnenbild leuchtet fluoreszierend, Musik: Mouse on Mars;
alle tanzen; Vorhang.

Sprecher: Zwei Jahre später!

Szene 4: Im Raumschiff; die Vorigen
Alienkatze: Sagt mal, sollen wir nicht mal wieder in Richtung Erde fliegen, um zu sehen, wie es da jetzt so aussieht?
Katze B: Ach, lieber nicht!
Katze A: Ah, da kommen ja unsere Kinder!
Auftritt Zwei Katzenkinder (Die Eltern der Katzenkinder sind offensichtlich Alien- und Erdenkatzen, sie haben viele Augen, ein Erdenfell und ein silbernes Hinterteil)
Alle: Hallooo! Vorhang.
Ende

Die Katzen, die den Weltuntergang verschlafen haben
Ab 8 Jahren oder für die ganze Familie
Sa und So, 25. / 26. Juli, 1. / 2. August
sowie Di, 4. – So, 9. August und Di, 11. – So, 16. August
jeweils 12 – 17.30 Uhr
Öffentliche Vorstellung jeweils um 17 Uhr.

Konzept und Durchführung:
Mirja Reuter und Florian Gass mit den Kunstvermittlerinnen am Lenbachhaus

Anmeldung und Informationen: lenbachhaus.de/was-tun/

Mirja Reuter und Florian Gass sind Künstlerin und Künstler und leben in Berlin. Sie sind Teilhaber und Initiatoren künstlerischer und pädagogischer Kollaborationen. Im Rahmen der vergangenen Ausstellung „Florine Stettheimer“ im Kunstbau des Lenbachhauses realisierten Sie die „Offene Hinterbühne“.

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