von Astrid Fendt, Tine Nehler und Beate Lanzinger.

Für immer mehr Menschen spielt die Kultur eine wichtige Rolle bei der Reiseentscheidung, weshalb Länder und Städte verstärkt auf ihr kulturelles Angebot hinweisen. Städte- und Kulturtourismus in Deutschland, aber auch international ist in den letzten zwanzig Jahren immer stärker nachgefragt und dessen zunehmende Attraktivität bietet für viele Museen und Kulturinstitutionen ein enormes Potential. Auf der ITB Berlin hat das Thema Kulturtourismus einen festen Platz in der Culture Lounge, die offizielle Kulturplattform der Reisemesse. Auf rund 600 Quadratmetern präsentierten sich in diesem Jahr etwa 70 Aussteller, die kulturinteressierte Reisende, Fachbesucherinnen und -besucher über ihr Angebot informieren. Hier treffen Museen und Kulturanbieter auf Reiseunternehmen, Medienvertreter, Multiplikatoren und Endverbraucher. Die Culture Lounge beietet darüber hinaus interessante Vorträge und Präsentationen zu aktuellen Entwicklungen, Trends und Potenziale aus dem kulturtouristischen Bereich.

Zum ersten Mal präsentierte sich in diesem Jahr das Kunstareal München in der Culture Lounge, die bei Reiseveranstaltern, Reisejournalisten und Kulturinteressierten gleichermaßen beliebten Internationalen Tourismusbörse in Berlin. Vertreten durch die Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek, dem NS Dokumentationszentrum, den Pinakotheken und der Städtischen Galerie im Lenbachhaus. Mit begehrten Postkarten, guter Laune und vielfältigem Informationsmaterial vermittelten wir die Inhalte und Pläne des Kunstareals München. Ziel war es, mit den vier Ausstellungshäusern einen repräsentativen Querschnitt durch das vielfältige Angebot des Kunstareals in München zu zeigen und die Touristiker nicht nur auf die zukünftigen Ausstellungen der Museen im Kunstareal aufmerksam zu machen, sondern auf das große Gesamtpotential in diesem auf 500 x 500 m konzentrierten Areal hinzuweisen. Auf der ITB Berlin konnten wir gemeinsam als staatliche und städtische Ausstellungshäuser deutlich machen, dass München mit seiner reichen Kulturlandschaft mehr als 5.000 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte bietet, die auf engstem Raum und in kürzester Zeit erfahr- und erlebbar wird. Nach der Beschäftigung mit der klassischen Antike in den Museen am Königsplatz kann man in den Pinakotheken einen eindrucksvollen Rundgang durch die gesamte abendländische Kunstgeschichte machen, dem sich im Lenbachhaus eine intensive Auseinandersetzung mit der klassischen Moderne und der Kunst nach 1945 anschließt. Das NS-Dokumentationszentrum, das im Mai diesen Jahres seine Pforten öffnen wird, bereichert das Kunstareal um eine ganz konkrete auf die Zeit der NS-Diktatur von 1933 bis 1945 fokussierte historisch-politische Dimension. In zahlreichen direkten Gesprächen konnte den internationalen Standbesucherinnen und -besuchern die Einmaligkeit des Kunstareals anschaulich gemacht werden. Viele Kontakte zu Busreiseunternehmen, Kultur-Tourismus-Agenturen und Medienvertretern wurden angebahnt. In einer gesonderten Pressekonferenz begeisterte der Film über das vergangene Kunstarealsfest die Anwesenden und warf bereits ein stimmungsvolles Licht auf das kommende Kunstarealsfest am 9. und 10. Mai 2015.

Die vier großen Münchner Ausstellungshäuser aus dem Kunstareal konnten sich in der Culture Lounge auf der diesjährigen ITB neben vielen namenhaften Museen aus Deutschland und aller Welt präsentieren und dem Fachpublikum sowie den Messebesucherinnen und -besuchern einen guten Überblick über die Vielfalt der hochkarätigen Sammlungen der Münchner Kunst- und Kulturinstitutionen zeigen, die als Forum europäischer Kultur von der Antike bis in die Gegenwart reicht.

Astrid Fendt ist Konservatorin der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek. Tine Nehler ist Pressereferntin und Leiterin der Abteilung Kommunikation der Pinakotheken. Beate Lanzinger ist Mitarbeiterin in der Kommunikationsabteilung im Lenbachhaus und für das Besucherbüro zuständig.

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