von Anna Nertinger.

1
Adoniram Judson, für den sein Sohn Edward Judson die Judson Memorial Church baute, war einer der ersten amerikanischen Missionare im Ausland

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Jahre lang (1962-1964) wurde in der Judson Memorial Church getanzt und durch die radikalen Konzepte des Judson Dance Theatre die Subjektivität des Tänzers neu diskutiert und damit der Grundstein für den postmodernen Tanz gelegt

3
Minuten dauerte die Performance “La Chanteuse” von Trisha Brown aus dem Jahr 1963, in der sie zunächst eine Ballettposition einnimmt um sich dann, wie ein Baum der gefällt wird, zu Boden fallen lässt

12
Trisha Brown und Yvonne Rainer waren 2007 mit ihren Tanzperformances auf der documenta 12 in Kassel vertreten

16
öffentliche Performances fanden in der gesamten Zeit des Judson Dance Theatre statt. In diesen wurde das Material an Bewegungen ausgeweitet. Alltagsbewegungen fanden Eingang in den Tanz und wurden gleichwertig mit fragmentierten Bewegungsabläufen kombiniert. Dieser anorganisch anmutende Tanz brach bewusst mit dem natürlichen Bewegungsfluss, den noch der Modern Dance angestrebt hatte

52
Jahre ist es her, dass am 6. Juli 1962 in der Judson Kirche ein Konzert des Komponisten Robert Ellis Dunn stattfand und aus diesem das Judson Dance Theatre entstand

55
Washington Square S, New York, lautet die Adresse der Judson Memorial Church in Greenwich Village, New York

70
Jahre wird die Tänzerin, Choreographin und Filmemacherin Yvonne Rainer dieses Jahr, die wie Trisha Brown ebenfalls noch aktiv ist

100
verschiedene Tänze wurden von der Gruppe in der Bestehungszeit aufgeführt

361
Tänzerinnen und Tänzer, darunter Trisha Brown, Yvonne Rainer und Steve Paxton aber auch Größen der bildenden Kunst, wie Walter De Maria und Robert Rauschenberg sowie der Regisseur Brian de Palma waren Mitglieder des Judson Dance Theatre

1950
und danach war die Judson Church ein Zentrum für innovative Künstler darunter Claes Oldenbourg und Yoko Ono

1960
Robert Ellis Dunn unterrichtete eine Klasse für Tanzkomposition an der Judson Church, bekannt als „Judson Workshop“. Der Kurs war eine Art Mikrokosmos der Avantgarde New Yorks in den 1960ern. Einflüsse aus der damaligen zeitgenössischen Malerei, aus Tanz, Musik, Happening und Literatur, machten den Kurs zu einem intermedialen Arbeitsfeld

1964
Steve Paxton verwendete in seinen Choreographien erstmals auch Gegenstände. In seinem Werk Jag Ville Gorna Telefonera tauchten zum Beispiel drei Hühner und ein überdimensionaler Stuhl aus Kuchenteig auf.

Anna Nertinger studiert Medienkultur und Medienwirtschaft an der Universität Bayreuth und ist Praktikantin in der Kommunikationsabteilung der Städtischen Galerie Lenbachhaus und Kunstbau München.

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