raster-noton: White Circle

kunstbau 10. Mai – 8. juli 2018

raster-noton: White Circle

 

raster-noton: White Circle

Die Licht- und Sound-Installation white circle entstand 2016 anlässlich der zwanzigjährigen Zusammenarbeit des Labels für elektronische Musik raster-noton. Sie ist vom 10. Mai bis 8. Juli 2018 im Kunstbau des Lenbachhauses zu sehen.

white circle besteht aus im Kreis aufgestellten Leuchtstoffröhren, die auf musikalische Impulse reagieren und den Raum illuminieren. Fünf eigens entstandene Kompositionen von alva noto, byetone, Frank Bretschneider und Kangding Ray laufen über ca. 45 Minuten im Loop und definieren auf unterschiedliche Weise das Verhältnis von Sound, Licht und Architektur. Jede Komposition stellt ein unabhängiges, in sich geschlossenes Konzept des jeweiligen Künstlers vor.

Alle Arbeiten sind Mehrkanal-Kompositionen und basieren auf der Idee, akustischen Raum sowie visuelle Stimuli unmittelbar erfahrbar zu machen. 27 im Raum verteilte Lautsprecher werden so bespielt, dass der Klang selbst zur plastischen Raumerfahrung wird.

Kuratiert von Eva Huttenlauch

trailer


Playlist

Frank Bretschneider: circle in the round [8:20]
byetone: argon array [10:11]
Kangding Ray: systemic deconstructions in D [10:10]
alva noto: white circle sequence [11:20]
alva noto: white circle dual [4:08]

raster-noton – archiv für ton und nichtton

Das Label raster-noton bestand von 1996 bis 2017. Es wurde als künstlerische Plattform für elektronische Musik von Carsten Nicolai, Olaf Bender und Frank Bretschneider, aka alva noto, byetone und Komet, in ihrer Heimatstadt Chemnitz gegründet. Die drei Gründungsmitglieder begannen zunächst, Musik auf ihren jeweils eigenen Labels zu vertreiben: Nicolai unter noton.archiv und Bender und Bretschneider unter Rastermusic. Die beiden Labels schlossen sich 1996 zu Kollaborationen mit dem Fokus auf computergeneriertem Sound Design und digitaler Ästhetik zusammen. 1997 erschien die erste gemeinsame Studioproduktion, 1998 das erste gemeinsame in-house Projekt. Seit 1999 gab es weitere Kollaborationen mit Musikern wie Mika Vainio, Ilpo Väisänen (aka Pan Sonic), CoH, Wolfgang Voigt und Scanner.

Seit ihrem Zusammenschluss beschritten die Macher von raster-noton neue Wege im Bereich von Sound und experimentierten mit verschiedenen Präsentationsformaten auf CDs, DVDs oder SD-Karten. Sie verstehen sich als ein offenes Netzwerk, das im Spannungsfeld zwischen Musik, bildender Kunst, visuellen Medien und Wissenschaft agiert. Sie haben Musikveröffentlichungen, Buchprojekte, Installationen und Performances realisiert und international präsentiert. Im Bereich der elektronischen Musik gilt raster-noton als eines der führenden Labels. Neben den Gründern wurden im Laufe der Zeit ca. 30 weitere, international renommierte Musiker von raster-noton vertreten. Sie kollaborierten mit Ausstellungsinstitutionen für Sound-Installationen und entwickelten bahnbrechende audio-visuelle Liveshows u.a. für das Berghain in Berlin, für Festivals wie Sónar, Mutek und Signal, und sie veranstalteten zwischen 2007 und 2017 ihr jährliches electric campfire in der Villa Massimo in Rom.

Seit 2017 agieren die beiden Labels wieder in ihren ursprünglichen Einheiten als raster-media, geführt von Olaf Bender, und NOTON, geführt von Carsten Nicolai. Punktuelle Kollaborationen finden unter dem Namen raster-noton statt.

Öffnungszeiten

Während raster-noton: white circle gelten geänderte Öffnungszeiten für den Kunstbau: 13–20 Uhr (montags geschlossen)

 

Hinweis

Die Installation beinhaltet starke Stroboskop-Effekte.
Aus Sicherheitsgründen ist in den Ausstellungsräumen nur eine begrenzte Besucherzahl zulässig. Eventuelle Wartezeiten beim Einlass bitten wir deshalb zu entschuldigen.

STATIONEN

white circle wurde in Zusammenarbeit mit dem ZKM Karlsruhe produziert und war an folgenden Stationen zu sehen:
ZKM, Karlsruhe, 2016
Halle am Berghain, Berlin, 2016
Bozar Festival, Brüssel, 2016
Ruhrtriennale, Duisburg, 2017
Signal Festival, Prag, 2017

Medienpartner





 

 

 

PRESSESTIMMEN

„Nach der Verbeugung vor den Roboter-Pionieren von Kraftwerk und dem spannenden Musik-Projekt Wolfgang Tillmanns ,Playback Room' bietet das Lenbachhaus mit dem ,White Circle' erneut moderner Popgeschichte einen Raum. Die Installation des deutschen Avantgarde-Labels Raster-Noton schafft es spektakulär, elektronische Musik zu visualisieren und die archaische Energie des Sounds in Licht zu übersetzen.“ (Stefan Sommer, Süddeutsche Zeitung)

„Gegen Ende schwillt die elektronische Klangwolke plötzlich mit schier unglaublicher Wucht an, scheint zu bersten ­ und brandet gleich einer Impuls-Welle aus Funkeln und Flirren über die Menschen. Wer just in diesem Moment innerhalb des ,White Circle' steht, weiß zwar, dass er mit den Ohren hört und mit den Augen sieht. Doch fühlt es sich tatsächlich so an, als sei der ganze Körper Trommelfell und Netzhaut: Jede Pore nimmt Klang und Licht auf ­ – unmittelbar, heftig. Was für ein Erlebnis.“ (Michael Schleicher, Münchner Merkur)

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