Klee & Kandinsky

Kunstbau  21. Oktober 2015 - 24. Januar 2016

Klee & Kandinsky

 

Klee & Kandinsky. Nachbarn, Freunde, Konkurrenten

Paul Klee (1879-1940) und Wassily Kandinsky (1866-1944) zwei Namen, die heute geradezu als Synonyme für die Klassische Moderne gebraucht werden. Fundamentale Bewegungen der Avantgarde wie »Der Blaue Reiter« oder das Bauhaus sind mit den Lebensläufen dieser Künstler verwoben; sie gelten als Gründungsväter und Schrittmacher der abstrakten Kunst. Zugleich gingen Klee und Kandinsky als eines der großen Freundespaare in die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts ein.

Klee und Kandinsky waren über beinahe 30 Jahre freundschaftlich, wenngleich nie distanzlos, miteinander verbunden. Sie lernten sich 1911 als Nachbarn in Schwabing kennen und Kandinsky bezog Klee in die Aktivitäten des »Blauen Reiter« ein. Nach dem Ersten Weltkrieg trafen sich beide 1922 als Lehrer am Bauhaus in Weimar wieder, 1925 siedelten sie mit dem Bauhaus nach Dessau über, wo sie in den neuerrichteten Meisterhäusern von Walter Gropius Tür an Tür wohnten. 1933 wurden sie durch die Ereignisse der Zeitgeschichte getrennt: Kandinsky emigrierte vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Paris, Klee kehrte in seine Schweizer Heimat zurück.


In ihrem Verhältnis ging es um eine konzentrierte künstlerische Auseinandersetzung, die viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede und Konkurrenzen enthielt. Beide strebten eine Spiritualisierung der Kunst und die Eigengesetzlichkeit der bildnerischen Mittel an. Zugleich aber waren sich Klees ironischer Realitätsbezug und Kandinskys Idealismus ebenso fremd wie Klees individualistische Wandelbarkeit und Kandinskys Anspruch auf autonome Gesetze der abstrakten Kunst.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung wird auf der gemeinsamen Zeit am Bauhaus liegen, wo sich die bildnerischen Mittel von Klee und Kandinsky sehr nah kommen und überraschende Aspekte der gegenseitigen Beeinflussung zeigen. Die gesamte Schau spannt den Bogen von der Zeit des »Blauen Reiter« bis zum eindrucksvollen Spätwerk, das für beide Künstler nochmals einen Neubeginn bedeutete. Kandinsky entwickelte in seiner Pariser Periode 1933 bis 1944 ein Vokabular biomorpher Formen, Klee schuf bis zu seinem Tod 1940 in der Schweiz ein umfangreiches Spätwerk, in dem er sich auf ein zunehmend reduziertes Zeichensystem konzentrierte.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Paul Klee Bern.

Kuratiert von Annegret Hoberg

 

Social Media: Das Lenbachhaus kommuniziert die Ausstellung mit den Hashtags#KleeKandinsky #Männerfreundschaft #Lenbachhaus.

 

Katalog

Der Katalog zur Ausstellung mit 360 Seiten und über 300 farbigen Abbildungen ist im Prestel Verlag, hrsg. von Michael Baumgartner, Annegret Hoberg und Christine Hopfengart erschienen.

Auf deutsch und englisch im Museumsshop des Lenbachhauses oder online hier erhältlich.

 

FILME ZUR AUSSTELLUNG

»Kandinsky. Ich sehe was, was du nicht siehst«
Der Film gibt eine Einführung in das abstrakte Werk Wassily Kandinskys.
Dauer: 35 Min. /deutsch. Ein Film von Stefan Scheider

Die DVD mit zusätzlichem Bonusmaterial ist in unserem Museumsshop für 15 Euro erhältlich. Vorführungen während der Öffnungszeit ab 10 Uhr.

»Paul Klee – Stille des Engels«
Der Dokumentarfilm beschreibt Klees lebenslange Auseinandersetzung mit der Wirkung von Formen und Farben. Dauer: 52 Min. /deutsch.
Ein Film von Michaël Gaumnitz, ARTE EDITION

Vorführungen während der Öffnungszeiten, jeweils 12 Uhr, 15 Uhr, 18 Uhr.

 

Presseecho

"Duett der Genies" - Eine fulminante Schau zwei imposanter Retrospektiven der Gesamtwerke zweier Giganten der Klassischen Moderne. (Münchner Merkur)

"Künstlerfreunde" - Paul Klee und Wassily Kandinsky waren Freunde, Wegbereiter der abstrakten Kunst und gemeinsamer Teil der Künstlergruppe "Blauer Reiter". (...) Eine neue Ausstellung entdeckt überraschende Unterschiede wie Ähnlichkeiten. (Süddeutsche Zeitung)

"Quadratur der Freundschaft" - (...) Eine Ausstellung in München erzählt die Geschichte gegenseitiger Inspiration. "Schön anzusehen ist die Münchner Schau" (Süddeutsche Zeitung)

"(...) eine opulente, gemeinsam mit dem Berner Zentrum Paul Klee (...) ausgerichtete Gegenüberstellung dieser bei allem gegenseitigen Respekt und fruchtbaren Austausch auch von deutlicher Unterschiedlichkeit bestimmten Beziehung. (FAZ)

"Eine Ausstellung der Superlative" (Bayernkurier)

Medienpartner

Der Münchner Merkur und Bayern 2 sind Medienpartner der Ausstellung »Klee & Kandinsky. Nachbarn, Freunde, Konkurrenten«.

Kultur erleben mit Bayern 2. Das preisgekrönte Radioprogramm begleitet und kommentiert das kulturelle Geschehen in Bayern und der Welt. Hören Sie mehr über die Künstlerfreunde Klee und Kandinsky jederzeit online und testen Sie Ihr Wissen beim Audio-Rätsel.

Hotelpartner

Der Bayerische Hof und The Charles Hotel sind Hotelpartner der Ausstellung »Klee & Kandinsky. Nachbarn, Freunde, Konkurrenten«.

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