Kandinsky. Absolut. Abstrakt.

KUNSTBAU    25. Oktober 2008 - 8. März 2009

Kandinsky. Absolut, Abstrakt.

 

KANDINSKy. Absolut. Abstrakt

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, das Centre Pompidou Paris und das Solomon R. Guggenheim Museum New York - die drei Museen mit den größten Sammlungen an Werken Wassily Kandinskys weltweit - ,  präsentieren gemeinsam eine bislang einzigartige Schau zu diesem herausragenden Vertreter der modernen Kunst und Begründer der abstrakten Malerei.

„Kandinsky – Absolut. Abstrakt“ wird in allen drei Häusern der beteiligten Partner gezeigt. Die Ausstellung beginnt in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München am 25. Oktober 2008 (bis 22. Februar 2009). Danach wandert sie weiter nach Paris (April – August 2009) und schließlich nach New York (September 2009 – Januar 2010).

Die anspruchsvolle Retrospektive wird rund 95 Gemälde umfassen und alle wichtigen Perioden des Gesamtwerks ab-decken, wobei sich die Sammlungsschwerpunkte der drei Partnermuseen in idealer Weise ergänzen: Das Lenbachhaus kann aus seiner herausragenden Kollektion von Werken aus der Zeit des „Blauen Reiter“ von 1908 bis 1914 schöpfen, die mit der Schenkung Gabriele Münters ins Haus kamen. Im Centre Pompidou liegt der Schwerpunkt auf Kandinskys Schaffen während der Russischen Revolution und seiner Zeit am Bauhaus von 1917 bis 1933. Zusätzlich befinden sich dort außergewöhnliche Werke der Pariser Periode, die von Nina Kandinsky gestiftet wurden. Schließlich ist dank der Ankäufe von Solomon R. Guggenheim und Hilla Rebay Kandinskys Spätwerk aus den Pariser Jahren von 1933 bis 1944 zusammen mit einigen frühen Schätzen aus der expressionistischen Phase im Guggenheim Museum in New York großartig vertreten.

Eine bis jetzt noch nie gezeigte Auswahl und Anzahl von Gemälden aus jedem der drei Museen bildet den Kern der geplanten Werkschau. Um die Rolle Wassily Kandinskys (1866-1944) als Pionier und auch Theoretiker der Abstraktion in vollem Umfang darstellen zu können, werden wir ausschließlich Hauptwerke größeren Formats, die für den Verlauf seiner Entwicklung entscheidend waren, zusammenführen, und damit zentrale Beispiele auf dem Höhepunkt seines Schaffens präsentieren.
Die konzentrierte Auswahl aus den besten Stücken dieser Sammlungen wird  noch ergänzt durch kapitale Leihgaben, um – nach der besonderen Vision der Ausstellungsmacher – Kandinskys Reihen der großformatigen „Impressionen“, „Improvisationen“ und auch „Kompositionen“ möglichst repräsentativ  zusammenzustellen, die für den Künstler selbst als seine wichtigsten Werke gegolten haben.  Darüber hinaus sind Leihgaben u.a. aus Moskau, Nishni Novgorod, New York, Washington, Philadelphia, Basel, etc. zu sehen.

Begleitet wird die Ausstellung von der gemeinsamen Publikation eines Kataloges in Deutsch, Französisch und Englisch (Prestel Verlag), der Abbildungen und Interpretationen aller in der Ausstellung vertretenen Werke sowie Aufsätze von Experten der Kandinsky-Forschung bieten wird.

Diese erst- und einmalige Zusammenarbeit der drei weltgrößten Kandinsky-Museen bietet – da die Sammlungsblöcke in diesem Umfang bisher nie ausgeliehen wurden – die einmalige Gelegenheit, das Werk des Künstlers so eindrücklich und intensiv wie noch nie zu erleben und dabei gleichsam seinen Lebensstationen in Moskau, München, Paris und seinen Sammlerkontakten in Amerika nachzugehen. Darüber hinaus ist dieses gemeinsame Ausstellungsprojekt bislang ohne Beispiel im Bereich der internationalen kulturellen Zusammenarbeit.

Für das Lenbachhaus bedeutet „Kandinsky – Absolut. Abstrakt“ einen Höhepunkt in der Ausstellungstätigkeit im Schatzhaus des „Blauen Reiter“. Kandinsky wird mit dem weit gespannten Bogen bis zum Spätwerk 1942 erstmals an diesem Ort in den Gesamtzusammenhang seines Schaffens eingeordnet. Zudem ist diese Schau das letzte große Ausstellungsprojekt vor der Schließung des Lenbachhauses wegen Generalsanierung, die unmittelbar nach Abbau der Ausstellung ab März 2009 in Angriff genommen wird.

Wir freuen uns, dass wir wieder die E.ON Energie AG als Partner des Lenbachhauses gewinnen konnten.

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