Vermittlung

 

 

Bundeswettbewerb für junge Lyrik

lyrix – der Bundeswettbewerb für junge Lyrik zu Gast im Lenbachhaus
im gesamten April
am 27. April 2018 findet zusätzlich ein Workshop für eine Schulklasse statt
im Lenbachhaus

lyrix – der Bundeswettbewerb für junge Lyrik macht im April 2018 Station im Lenbachhaus München. lyrix ist ein Online-Wettbewerb, bei dem Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren monatlich Gedichte zu wechselnden Themen einreichen können. Als Inspiration für das eigene Schreiben dienen je ein zeitgenössisches Gedicht sowie ein Museumsexponat. Aus allen Einsendungen im Raum Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz wählt eine Jury jeden Monat sechs Gewinnerinnen und Gewinner aus. Aus allen monatlichen Gewinnerinnen werden wiederum 12 Jahresgewinner ausgewählt, die zu einer Reise nach Berlin eingeladen werden.

Im April 2018 bietet das Gedicht von Odile Kennel mit dem Titel wenn ich die Augen schließe, ist der Himmel ein Bagger Inspiration zum eigenen Schreiben. Die Lyrikerin hat zu ihrem Gedicht das Museumsexponat Untitled (Sheep), 2013, der Künstlerin Judith Hopf gewählt. Das Gedicht wird am 1. April 2018 für den Online-Wettbewerb auf der Website von lyrix – der Bundeswettbewerb für junge Lyrik veröffentlicht.

Begleitend dazu findet in den Studio-Räumen des Lenbachhauses am 27. April 2018 eine Schreibwerkstatt mit Odile Kennel und einer Klasse einer weiterführenden Schule statt. Interessierte Lehrkräfte weiterführender Schulen oder Institutionen können sich bis zum 25. März 2018 bei Martina Oberprantacher, Kunstvermittlung am Lenbachhaus, per E-Mail anmelden. Am 28. März 2018 wird die per Losverfahren gewählte Schulklasse über die Teilnahme informiert.

Odile Kennel
Die Lyrikerin wurde 1967 in Bühl/Baden geboren und wuchs mit den Sprachen Deutsch und Französisch auf. 2011 erschien ihr Roman Was Ida sagt, 2013 ihr Lyrikband oder wie heißt diese interplanetare Luft, 2017 ihr zweiter Roman Mit Blick auf See (alle bei dtv). 2015 war sie für den Alfred Döblin-Preis nominiert, 2013 war sie Finalistin beim poet in residence in Dresden und wurde mit dem zweiten Münchner Lyrikpreis ausgezeichnet. Sie übersetzt Lyrik aus dem Französischen, Portugiesischen, Spanischen, Englischen, zuletzt von Robin Coste Lewis Die Reise der Schwarzen Venus (Steidl 2017) sowie von Jacques Darras Endlich raus aus dem Wald. Ein rasendes Thesengedicht (KLAK 2017).

Judith Hopf, Untitled (Sheep), 2013
Diese kleine Schafherde ist aus Betonblöcken geformt, die in herkömmliche Umzugskartons gegossenen wurden. Neben Beton hat Judith Hopf auch Styropor, Holz, Eisenstangen, und Kreidezeichnung als Material eingesetzt. Die Künstlerin greift auf sehr reduzierte und minimale Weise die äußeren Merkmale von Schafen auf. Trotz des unbeweglichen und unwirklichen Aussehens sind die Betonblöcke als Schafe erkennbar. Was möchte die Künstlerin durch eine Schafherde aus Beton ausdrücken? Welche Anspielungen sind darin enthalten?

Judith Hopf wurde 1969 in Karlsruhe geboren und arbeitet mit den Medien Video, Skulptur, Performance und Grafik. Sie lehrt an der Frankfurter Städelschule und lebt in Berlin. Die Künstlerin beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit gesellschaftlich relevanten Fragen. Sie hinterfragt Rollenzwänge und aufgezwungene Verhaltensweisen, die zu einer Gleichschaltung von Menschen oder zu Ausgrenzung führen. In ihren Werken setzt die Künstlerin Tiere als Repräsentanten menschlichen Verhaltens und sozialer Strukturen ein und vermittelt ihre Sozialkritik so auf eine subtile und humorvolle Weise.

Mehr Informationen zum Online-Bundeswettbewerb lyrix und den Teilnahmebedingungen auf finden Sie hier.

Heute
18
06
2018

Vorlesungsreihe
Perspectives in Plural

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